Kommunalpolitik

Viel Lob für Albert Hingerl in seiner letzten Gemeinderatssitzung

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Mit sicheren Abstand tagte der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung.

Für alle Räte und Besucher der Sitzung hatte Hingerl noch einen beruhigenden Hinweis: „Ich bin nicht aus der Welt.

Poing - Im Schulungsraum der Freiwilligen Feuerwehr Poing war bei m komplett versammelten Gemeinderat Wehmut zu spüren. War es doch die letzte gemeinsame Sitzung mit Noch-Bürgermeister Albert Hingerl, der dann mit dem Läuten der Glocke zur Tagesordnung überging. Da stand am Ende unter Punkt 5: Verabschiedung der ausscheidenden Gemeinderatsmitglieder. 

Hinter diesen vier Worten verbergen sich acht Personen, die unterschiedlich lange das Geschick der Gemeinde beeinflusst haben. Am längsten dabei war Dr. Rainer Koch (SPD), der 30 Jahre im Gremium saß. Manfred Kammler (Bündnis90/Die Grünen) war mit einer Unterbrechung seit 2007 dabei, Eva-Maria Lawes (CSU) und Claudia Demmel (SPD) traten 2008 bei, seit 2014 sind die beiden CSU-Räte Yvonne Siebert und Robert Rieger tätig und die beiden FWG-Mitglieder Andreas Lang (2015) und Manfred Vodermeier (2017) vervollständigen die scheidenden Räte.

Albert Hingerl sparte nicht mit Lob für jeden der acht Personen und bedankte sich beim gesamten Gremium für die Zusammenarbeit in den vergangenen 20 Jahren. „Ich war immer stolz, mit Euch zusammenzuarbeiten“, so Hingerl, „ihr wart für mich wie eine große Familie und seid ein Teil meines Lebens“. Er bedauerte sehr, dass wegen Corona der Abschied so „unpersönlich“ stattfinden muss und versprach, „dass es auf jeden Fall eine Abschiedsfeier geben wird.“ Der Gemeindechef gab den Anwesenden den Rat, „man muss der Sache und der Gemeinde dienen – sollte aber den Humor bei der Arbeit nicht verlieren.“ Nur Lob für den Bürgermeister kam auch von den Fraktionen. 

Ludwig Berger (CSU) bezeichnete Hingerl wegen seiner ruhigen angenehmen Art sogar als „Muster-Schwiegersohn“ und für Günter Scherzl (FWG) hat Hingerl „immer zwischen den Parteien moderiert und keinen Zwist zugelassen.“ Diese ausgleichende Art schätzte auch Wolfgang Spieth (FDP). Für alle Räte und Besucher der Sitzung hatte Hingerl noch einen beruhigenden Hinweis: „Ich bin nicht aus der Welt.“ - fu

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