Volksbrauch

Traditionelles Frauentragen

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Diese Statue der schwangeren Mutter Gottes wird von Haus zu Haus wandern

„Schwangere Maria“ sucht nach einer Bleibe in Markt Schwaben

Markt Schwaben – Auch im Advent 2016 wird es in der Pfarrei Sankt Margaret in Markt Schwaben wieder den Jahrhunderte alten religiösen Volksbrauch des Frauentragens geben. Es ist eine Möglichkeit, den Advent bewusst zu erleben. „Gott will zu den Menschen kommen“, lautet die Grundaussage zum Advent, heißt es in der Ankündigung zur Durchführung dieser Aktion. Dieser Brauch, der seinen Ursprung in Finnland hat, geht auf die Herbergssuche des heiligen Paares zurück. Maria und Josef sind unterwegs nach Bethlehem und mussten in einem Stall die Heilige Nacht verbringen, in der dann Jesus geboren wurde. „Denn in der Herberge war kein Platz für sie frei“, heißt es im Lukasevangelium. In der Zeit vom 26. November, bis zum 23. Dezember, bietet sich die Gelegenheit, der schwangeren Maria für einen Tag, oder auch nur für ein paar Stunden, eine Bleibe zu geben. Die Muttergottes wird in der Adventszeit von Haus zu Haus getragen, am Abend wird die Madonna dann zur nächsten Gastfamilie gebracht. Dies geschieht im Rahmen einer kleinen Andacht mit einem Gebet oder Lied. In einer Zeit, in der weltweit Millionen Menschen auf der Flucht sind, kann es ein besonderes Zeichen der Verbundenheit sein, der schwangeren Maria Herberge zu gewähren. Wer Maria in der Adventszeit eine Herberge geben möchte, kann sich bei Johanna Inhofer bis spätestens Freitag, 25. November, in die Wegeliste unter der Telefonnummer (0 81 21) 4 12 16 eintragen lassen. Die Segnung und nachfolgende Aussendung der Mutter-Gottes-Statue findet am Samstag, 26. November, beim Vorabendgottesdienst um 18 Uhr in der Ausweichkirche Markt Schwaben statt, am 24. Dezember, wird Maria in der Krippenlegungs-feier am Nachmittag wieder feierlich in Empfang genommen. wal

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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