Krötenwanderung

Wandernde Amphibien im Landkreis

Frosch in der Wiese
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Viele Kröten, Frösche und Lurche sind unterwegs zu ihren Laichgewässern

Der BUND Naturschutz baut Amphibienzäune auf – helfende Hände willkommen

Erding – Ab einer nächtlichen Temperatur von circa 5 Grad und besonders bei regnerischem Wetter wandern die fortpflanzungsbereiten Kröten, Frösche und Molche zu ihren Laichgewässern. Dort finden Balz, Paarung und Eiablage statt. „Grasfrosch und Erdkröte sind sehr früh im Jahr unterwegs. Sie wandern zuerst. Teich- und Seefrosch marschieren etwas später los. Und dazu kommen noch andere Amphibienarten. Ganz genau lässt sich das aber nicht vorhersagen, denn auch Frost und Trockenheit können die Wanderung mehrmals unterbrechen“, erklärt Monika Wenger von der Ortsgruppe Wörth.

Doch der Weg vom Winterquartier zu den Laichgewässern ist gefährlich. Oft müssen die Amphibien Straßen überqueren und laufen dabei Gefahr, massenhaft überfahren zu werden. Gerade im direkten Umfeld der Laichgewässer kann die Anzahl überfahrener Tieren so groß werden, dass die Existenz ganzer Populationen auf dem Spiel steht.

Um die Amphibien vor dem Straßentod zu schützen, helfen in Bayern 6.000 Freiwillige und retten jährlich bis zu 700.000 Amphibien. Dort, wo sichere Durchgänge fehlen, werden Schutzzäune an Straßen aufgebaut. Kröten, Frösche und Molche wandern vorwiegend dicht am Zaun entlang und fallen dann in die Fangeimer, die in regelmäßigen Abständen ebenerdig im Boden versenkt sind. „Die Amphibienretter leeren mehrmals täglich die Eimer, notieren die gefundenen Tierarten und tragen die Lurche über die Straße“, so Wenger.

Wer die größte Artenschutzaktion auch in Erding oder Wörth unterstützen will, wendet sich an die lokale Kontaktadresse. Infos unter bund-naturschutz.de - Lanzner

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