Warten auf das neue Gerätehaus

Markt Schwaben

(wal) – Der Vorabend zum Dreikönigstag gehört in Markt Schwaben traditionell der Freiwilligen Feuerwehr. So fand auch heuer wieder zunächst im Foyer des Rathauses die „Übernahmefeier“ für Aktive statt, ehe es in der Gaststätte des Sportparks mit der Jahreshauptversammlung für alle weiterging. In beiden Veranstaltungen machten die Verantwortlichen deutlich, dass der Gesetzgeber das Agieren auf ehrenamtlicher Basis zunehmend erschwere. „Müssen Feuerwehren bald gemeinsam mit Rechtsanwälten ausrücken? Wird es in diesem so wichtigen Ehrenamt bald keine Aktiven mehr geben, weil der Staat alles noch komplizierter macht?“ Solche und ähnliche Fragen stellte bei der Übernahmefeier im Foyer vom Markt Schwabener Rathaus Peter Wierer in den Raum. Der Erste Kommandant erwähnte in diesem Zusammenhang die neue Führerscheinregelung und Unfallverhütungsvorschriften im Zusammenhang mit den Einsatzfahrten der Feuerwehren. „Sicherheit ist Lebensqualität“, meinte Wierer abschließend und fügte hinzu: „Schöne Worte reichen da nicht!“ Noch weiter holte Franz Schiegl aus. Der Vereinsvorsitzende erinnerte daran, dass die Welt von Veränderungen geprägt sei und spannte einen Bogen von der Finanzkrise über die Gesundheitsreform bis hin zu massiven Veränderungen bei den Aufgaben der Feuerwehr von ihren Anfängen vor über 150 Jahren bis in die heutige moderne Zeit. Auch in Markt Schwaben habe sich in den vergangenen Jahren sehr viel verändert, darum sei der Bau des neuen Geräteshauses wichtiger als viele Bürger glauben. Die Planung und Realisierung des neuen Gerätehauses, die Gewinnung von Sponsoren sowie die Beschaffung eines neuen Tanklöschfahrzeuges werde die FFW Markt Schwaben in den nächsten beiden Jahren beschäftigen. Noch heuer werden die Arbeiten südlich vom gemeindlichen Bauhof beginnen. „Wir haben heute erst den 5.Januar 2009“, berichtete Kommandant Peter Wierer, „trotzdem mussten wir im neuen Jahr schon vier Einsätze fahren!“ Das mache deutlich, wie sehr die Öffentlichkeit auf das ehrenamtliche Engagement aller Aktiven angewiesen sei. Im abgelaufenen Jahr ist die Freiwillige Feuerwehr Markt Schwaben unter anderem zu elf Bränden, 63 technischen Hilfeleistungen und 34 Sicherheitswachen gerufen worden. Leider hat es aber auch 19 Fehlalarme gegeben. Von insgesamt 7652 Stunden ehrenamtlicher Tätigkeit zur Sicherheit und zum Wohle der Bürger wurde mit 3600 Stunden fast die Hälfte in Übungen investiert. Wie im Bericht der Verantwortlichen in der Jahreshauptversammlung deutlich wurde, ist die Feuerwehr auch im öffentlichen Leben und bei verschiedensten Feierlichkeiten in Erscheinung getreten. Ob Maibaumfest, Fronleichnamsprozession oder andere Aktivitäten, die Florianjünger waren mit von der Partie. „Es ist Zeit, für das Geleistete danke zu sagen“, meinte Bürgermeister Bernhard Winter und übergab dem Vorsitzenden Franz Schiegl ein Gemeindewappen. Als erstes Möbelstück für das neue Gerätehaus, wie der Rathauschef schmunzelnd hinzufügte.

Auch interessant:

Kommentare