Diskussion im Gemeinderat

Wasserstoff-Zentrum in Poing möglich?

Wasserstoffanlage
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In Grub könnte eine Wasserstoffanlage gebaut werden

Das Thema Wasserstoff-Zentrum in Poing werden am Donnerstag in der Gemeinderatssitzung diskutiert. Fragen dazu können die Bürger bis Mittwoch einsenden

Poing - „Mit der Errichtung des Deutschen Technologie-Anwenderzentrum Wasserstoff (WTAZ) am Standort Poing würde ein bundesweites Leuchtturmprojekt im Bereich der erneuerbaren Energien entstehen, das einen positiven Effekt auf den Wirtschaftsstandort Poing und die gesamte Region ausüben kann“ schreibt Bürgermeister Thomas Stark und nennt auch gleich einen wichtigen Termin: Der Gemeinderat wird sich in einer öffentlichen Sitzung am Donnerstag, 10. Dezember, mit der möglichen Bewerbung für das Projekt befassen. Unterstützung bekommt das Gremium von Vertretern der Hynergy GmbH und dem TÜV Süd. Da die Ansiedelung des WTAZ eine zukunftsweisende Entscheidung für die Gemeinde Poing darstellen könnte, informiert die Gemeinde aktuell die Bürger über das Projekt auf ihrer Gemeindehomepage unter www.poing.de

Leider kann aufgrund der aktuellen Infektionsschutzvorschriften keine Informationsveranstaltung stattfinden. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können aber dennoch mit der Gemeindeverwaltung und dem Kompetenzteam in Kontakt treten und Fragen zu dem Projekt stellen. Hierfür hat die Gemeinde eine E-Mail-Adresse eingerichtet. Über wtaz@poing.de haben alle Interessierten bis zum 9. Dezember die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Die eingehenden Fragen werden in die Entscheidungsfindung des Gemeinderats am 10. Dezember mit einfließen.

Im Rahmen der Nationalen Wasserstoffstrategie hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) am 10. November 2020 einen Wettbewerb für ein Konzept und einen Standort für das Deutsche Technologie-Anwenderzentrum Wasserstoff (WTAZ) ausgelobt.

„Das WTAZ wird eine tragende Rolle in der Entwicklung und Zertifizierung von Brennstoffzellensystemen in Verbindung mit grünem Wasserstoff übernehmen und zukünftig zu einer effizienten Dekarbonisierung des Verkehrssektors beitragen“ so Thomas Stark. Bundesweit können sich verschiedene Standorte für ein WTAZ bewerben. Anfang Januar 2021 entscheidet das Kompetenzteam um die HYNERGY GmbH in Absprache mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie (StMWI), mit welchem Standort sich Bayern bewerben wird. In Sachen „Fläche“ hat Poing schon seine Hausaufgaben gemacht. Als Standort für das WTAZ ist eine Teilfläche von ca. zwölf Hektar eines Grundstückes im Ortsteil Grub möglich. Das würde reichen - das Projekt benötigt nach den aktuellsten Planungen nämlich zwölf Hektar – mit Forschungseinrichtung, Photovoltaikanlage und Gewerbepark. - fu

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