Umweltschutz

Weniger Zigarettenkippen in Poing

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Bürgermeister Albert Hingerl freut sich über die „Kippster“ am Marktplatz. 

Die Gemeinde hat drei Kippster aufgehängt, damit Raucher dort ihre Zigaretten entsorgen können

Poing – „Die Kippster habe ich zum ersten Mal in England gesehen“ erzählte Charlotte Schmid, Mitglied der Interessengemeinschaft (IG) Artenschutz Poing, und diese Idee für achtlos weggeworfene Zigarettenstummeln ließ sie nicht mehr los und wollte diese auch in ihrem Heimatort Poing umsetzen. 

Bereits im Mai hatte Schmid Bürgermeister Albert Hingerl ein ganzheitliches Projekt vorgeschlagen, um das Verhalten von Rauchern in Poing systematisch zu verbessern. Anfang August sammelte Schmid mit weiteren Helfern 4.139 Kippen auf dem Marktplatz (wir berichteten). 

Damit es damit ein Ende hat, wurden jetzt auf dem Marktplatz drei „Kippster“ aufgestellt. Sie stehen auf der Südseite des Marktplatzes sowie beim Spielplatz und beim Literaturhaus.

Diese großformatigen, durchsichtigen Aschenbecher haben oben Löcher für den Einwurf der Kippen und erinnern in ihrer Form an zwei große Zigaretten. Doch mit einem Kippeneinwurf ist dabei nicht getan – hier hat man sich zugleich einen Gag einfallen lassen: An jeder der drei Stationen ist eine Frage zum Abstimmen angebracht und die beiden Aschenbecher tragen jeweils die Antworten. 

Bei der Frage „Bestes Volksfest?“ gibt es die beiden Möglichkeiten „Volksfest Poing“ und „Oktoberfest München“, bei „Bestes Verkehrsmittel? kann man zwischen „Fahrrad oder Auto“ wählen und beim Literaturhaus heißt es „FC Bayern? „Top oder Flop“. „Wir werden die Fragen und Antworten immer wieder austauschen“ sagte Michael Wenzel vom Amt für Umwelt und Klimaschutz, der Schmid bei dieser Aktion unterstützte. 

„Die könnten wir bei einem Erfolg auch erweitern“ so Wenzel, „beispielsweise am Bergfeldsee oder bei der späteren Bahnunterführung.“ Schmid möchte in ein paar Wochen wieder Kippen auf dem Marktplatz aufsammeln und hofft, dass die weggeworfenen Stummel immer weniger werden. Übrigens sollen die „Abstimmungsergebnisse“ der drei Kippster im Ortsnachrichtenblatt veröffentlicht werden – als ein weiterer Anreiz zum Mitmachen Gebaut wurden die Kippster unter Anleitung des Poinger Bauamts. Die Behälter kosten je 350 Euro. fu

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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