Umwelt

Wie wichtig sind Streuobstwiesen? Der Bund Naturschutz Forstinning zeigt's

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Genug Abstand halten die Mitglieder des BN beim Aufstellen des Schaukastens

Bund Naturschutz Forstinning stellt Schaukasten bei Streuobstwiesen auf – Naherholungsgebiete wichtiger denn je

Erding – Passend zum Internationalen Tag der Artenvielfalt am hat die Orts- und Kreisgruppe des Bund Naturschutzes auf der Streuobstwiese in Forstinning einen Schaukasten aufgestellt. Hierin will der Bund Naturschutz u.a. Informationen zur Wichtigkeit von Streuobstwiesen vermittelten. 

Streuobstwiesen sind zwar ein vom Menschen geschaffener Lebensraum, mittlerweile aber für die Artenvielfalt elementar, denn sie zählen zu den artenreichsten Lebensräumen in Deutschland. So sind zum Beispiel auf Streuobstwiesen zehn Mal mehr Vogelarten heimisch als auf bewirtschaften Obstplantagen. Trotzdem hat in Bayern der Streuobstbestand in den letzten 50 Jahren um ca. 75 Prozent abgenommen. Dem Bund Naturschutz wurden vor vielen Jahren die Streuobstwiese von einem naturliebenden Mitbürger am Rand des Ebersberger Forstes in Forstinning übereignet. Der damalige Besitzer hatte selbst noch etwa 20 Obstbäume gepflanzt. Diese fallen zwar gegenüber dem Verlust von Millionen von Obstbäumen kaum ins Gewicht, jedoch unterstreichen sie, dass jeder für die Artenvielfalt etwas tun kann. 

Im Ersten Schritt wurde jetzt eine Nutzungsordnung für die Wiese im neuen Schaukasten aufgehängt. In der Vergangenheit entwickelte sich die Streuobstwiese leider immer mehr zur Freizeitwiese, weshalb sich der Bund Naturschutz zum Handeln gezwungen sah. 

Man verstehe, dass ein so schöner Flecken Erde die Menschen aus Nah und Fern anziehe, aber der Artenschwund sei neben der Klimakrise die wichtigste Herausforderung in unserer Zeit. Aus diesem Grund richtet die Ortsgruppe des Bund Naturschutzes Forstinning einen Appell an ihre Heimatgemeinde zur Schaffung einer Gemeindewiese für Jung und Alt zur Begegnung in der Natur.

Im Zuge der Coronakrise merke man deutlich, wie wichtig Naherholungsgebiete seien. Dieses Defizit könne aber nicht auf der Streuobstwiese des Bund Naturschutzes ausgeglichen werden. Aus diesem Grund hofft die Orts- und Kreisgruppe des Bund Naturschutzes mit den Informationen im Schaukasten mehr Verständnis in der Bevölkerung für den Schutz der Streuobstwiese zu bekommen. 

In diesem Frühjahr nach den starken Regenfällen und dem warmen Winter war die Ortsgruppe bereits zu einer „Hau Ruck“ Aktion an der Streuobstwiese gezwungen. Zum Schutz der Wiese wurden entlang des Feldweges Holzpflöcke eingeschlagen. „Sobald man das Gefühl habe, dass die Wiese nicht mehr befahren und auch nicht mehr auf ihr geparkt werde, freue man, sich die Pfosten wieder entfernen zu können“ so die Ortsvorsitzende Eva Maria Wirth. Der BN freut sich schon hier im Herbst ein gemeinsames Apfelsaftpressen anzubieten - Eva Maria Wirth

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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