Wilde Müllablagerungen in Neufinsing

Zahlen für fremden Müll

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Gerhard (l.) Luthner und Sohn Christian, der Platzwart, auf ihrem Firmengelände am Oskar-von-Miller Ring in Neufinsing. Hier findet hauptsächlich Metallrecycling statt.

Nicht nur Gemeinden leiden unter wilden Müllablagerungen. Auch private Recyclingfirmen leiden darunter.

Neufinsing - „Wir sind doch ein Recyclinghof und keine Mülldeponie!“ An vielen Tagen müssen sich Renate und Gerhard Luthner ärgern, wenn sie ihre Firma im Oskar-von-Miller Ring anfahren. „Da stehen und liegen Kühlschränke, Möbel oder alte Reifen direkt vor unserer Einfahrt – einfach abgeladen,“ erzählt Renate Luthner. „Dabei dürfen wir viele dieser Dinge gar nicht annehmen und müssen sie dann selbst kostenpflichtig entsorgen.“

Denn die Firma Luthner ist ein zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb. Und hier gelten strenge Vorschriften. „Wenn ein Kontrolleur kommt und sieht, dass hier Kühlschränke und ähnliches steht, das wir nicht annehmen dürfen, dann bekommen wir große Probleme“, erklären Luthners. Ihre Firma nimmt eigentlich nur sogenannten gemischten Siedlungsabfall an, worunter zum Beispiel gemischte Bau- und Abbruchabfälle fallen. Außerdem wird hier Metall recycelt. Sortieren, Zerlegen und dann in den Wirtschaftskreislauf zurückführen – das ist hier der Alltag. „Natürlich muss auch bei uns für das Abgeben von Müll gezahlt werden, nur Metall wird vergütet“, erklären die Unternehmer. 

Kostet Nerven und Geld 

Die wilde Müllablagerung, die regelmäßig stattfindet, sorgt in dem sonst engagierten und motivierten Familienunternehmen für großen Unmut. Denn das kostet Arbeitszeit und Geld. Schließlich muss jemand, der einen Kühlschrank loswerden will, auch an einem Wertstoffhof dafür zahlen. Diese Kosten bleiben dann an dem Unternehmen hängen. Auch die Gemeinde Finsing kann daran nichts ändern. „Wir dürfen den Müll, auch wenn er gar nicht von uns stammt, nicht einfach auf die Straße stellen, und ihn damit zur Gemeinde-Sache machen“, erzählt die Chefin. Also wird jetzt als erster Schritt eine Kameraüberwachung installiert. „Denn schließlich ist wildes Müllablagern strafbar und wir werden uns jetzt vermehrt darum bemühen, die Täter zu identifizieren.“ Außerdem bittet die Familie bei verdächtigen Personen oder Situationen vor ihrer Firma Hinweise an die Gemeinde zu geben.

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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