Windel bleibt trotz großer Höhe sauber

Markt Schwaben

(fa) – Mitglieder der Markt Schwabener Feuerwehr haben zum Thema “Absturzsicherung” erfolgreich einen Kurs abgelegt. Umgestürzter Baum auf Hausdach, Person droht von Kran zu springen, Dachstuhlbrand – Meldungen wie diese erfordern immer wieder den Einsatz von Feuerwehrleuten in absturzgefährdeten Bereichen. Sei es, um Menschen zu retten oder Sachschäden zu minimieren. Zum Schutz der Einsatzkräfte ist spezielle Ausrüstung, ein sogenannter Gerätesatz „Ab- sturzsicherung“ und eine zugehörige Ausbildung erforderlich. Manuela Bassinger, Veronika Schellerer, Lars Jung, Stefan Siegert und Christian Steierer haben an einem solchen Kurs mit 16 Unterrichtseinheiten im Sommer teilgenommen. Zunächst standen theoretische Grundlagen wie Einsatzmöglichkeiten des Gerätesatzes, Anschlagpunkte und Knotenkunde auf dem Programm. Im darauffolgenden Unterricht über Materialkunde wurden die verwendeten Seile, Karabiner und Helme genauer unter die Lupe genommen und Prüfeigenschaften gelernt. Bei Hängeversuchen konnten die Vor- und Nachteile verschiedener Gurte und Sicherungsvarianten getestet werden. Das erste Mal richtig ernst wurde es für die Teilnehmer bei einer Höhengewöhnungsübung an der Drehleiter, bei der es galt, nach einem Aufstieg auf 20 Meter die Leiter ein Stück auf der Unterseite nach unten zu klettern. Das Arbeiten in großer Höhe, nur durch ein einziges Seil gesichert, kostet am Anfang eine gewisse Überwindung und setzt großes Vertrauen in das Sicherungsmaterial voraus. Jedoch haben sich alle schnell daran gewöhnt und zu keinem Zeitpunkt die Hosen bzw. Rettungswindel voll gehabt. Jedes Dreier-Team, bestehend aus Vorsteiger und zwei Sicherungsmännern, konnte am Geländer der neuen FTO-Brücke bei Lindach und an einem 25 Meter hohen Schornstein einen waagrechten bzw. senkrechten Vorstieg üben. Eine weitere Station war die Selbstrettung, eine Technik, mit der sich beispielsweise Atemschutzgeräteträger bei abgeschnittenem Rückweg selbst aus einem Gebäude abseilen können. Am letzten Lehrgangsabend wurde zunächst das Rückführen einer Person aus großer Höhe an einem Kran im Gelände der Firma BKL geübt. Nachdem der Vorsteiger zur hilfsbedürftigen Person aufgestiegen ist, bekommt diese eine Rettungswindel angelegt. So kann eine verängstigte oder verletzte, aber gehfähige Person gesichert werden, so dass man anschließend gemeinsam mit ihr abgestiegen kann. Die beiden Lehrgangsleiter Michael und Hubert Siegert konnten allen Teilnehmern nach einer abschließenden theoretischen Prüfung sehr gute Ergebnisse bestätigen und Zeugnisse aushändigen.

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

Auch interessant:

Meistgelesen

Kommentare