Letzter Marktsonntag 2018

Flanieren und Genießen am Markt Schwabener Wintermarkt 

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Weihnachtlichen Holz- und Grünschmuck wird es am Marktsonntag in Markt Schwaben geben. 

Der Wintermarkt am ersten Adventssonntag bildet den Abschluss des Marktjahres in Markt Schwaben. Von 10 bis 17 Uhr heißt es Flanieren und Genießen mit rund 70 Ausstellern.

Markt Schwaben – Es ist der letzte der Jahreszeitenmärkte, der am ersten Adventssonntag, 2. Dezember, von 10 bis 17 Uhr in Markt Schwaben stattfindet. „Es ist das erste Mal, dass wir unsren Wintermarkt eine Stunde früher schließen“, erklärt Organisator Uwe Ritschel. „Es hat sich gezeigt, dass mit der Dunkelheit auch die Besucherfrequenz ab 17 Uhr sinkt.“ Außerdem hätten in der Stunde zwischen 17 und 18 Uhr einige sich bereits ans Abbauen gemacht. „Diese Stimmung war nicht schön“, bedauert Ritschel. „Also haben wir gesagt: Eine Stunde kürzer – dafür verpflichten sich alle bis 17 Uhr stehen zu bleiben.“ 

Leider ist der Wintermarkt auch der einzige Markt, an dem die Geschäfte ihre Türen nicht öffnen dürfen. „Das Gesetz verbietet uns einen verkaufsoffenen Sonntag im Dezember“, erklärt Öffentlichkeitsreferentin Sabrina Biertz. Was die Geschäftsinhaber jedoch vor ihren Türen anbieten und veranstalten, ist davon nicht betroffen. Der Wintermarkt ist aber auch der Markt mit der größten Ausstellungsfläche, da temperaturbedingt das Trampolinspringen sowie die Hüpfburg entfallen. Auch auf dem Marktplatz steht durch die fehlende Bestuhlung der Eisdiele mehr Platz zur Verfügung. 

Für und mit Kindern 

Kein Trampolin und keine Hüpfburg muss aber nicht heißen, dass es sich für die Kleinen nicht lohnt mit ihren Eltern auf den Markt zu kommen. Denn in den Räumlichkeiten des Wohnwerk Rupprich warten ab 13 Uhr Lebkuchen darauf, von Kinderhänden liebevoll bemalt und kreativ gestaltet zu werden. Die Kunstwerke dürfen dann natürlich mit nach Hause genommen werden. Und auch bei den Auftritten im Pavillon stehen Kinder im Mittelpunkt. Den Anfang macht hier um 14 Uhr der Schulchor des Franz-Marc-Gymnasiums. Musiklehrerin und Leiterin des Chors, Katrin Hattayer, freut sich darauf mit Schülern der 11. und 12. Klassen den Marktbesuchern ein buntes Repertoire zu präsentieren. „Von dem klassischen „Still still still“ bis hin zum Pop-Genre mit Last Christmas von Wham ist alles mit dabei“, erzählt die Chorleiterin. „Es ist schön zu sehen, dass die Schüler trotz Klausurenstress gerne mitmachen wollen und Freude an der Vorbereitung für den Auftritt haben.“ Um 15 Uhr folgt dann ein Auftritt des Forstener Kinderchors unter der Leitung von Konrad Huber. Rund 20 Kinder werden hier mit Liedern wie „Wenn wir heute Plätzchen backen“ oder dem „Nussknackerlied“ für adventliche Stimmung sorgen. „Die Kinder freuen sich schon sehr auf diesen Auftritt, weil sie natürlich gerne zeigen, was sie gelernt haben“, berichtet auch Konrad Huber. „Die Kinder proben das ganze Jahr über immer einmal wöchentlich, mit den Weihnachtsliedern haben wir Anfang November angefangen.“ Dass der Kinderchor aus Forstern stammt, ist einer Absage des örtlichen Kinderchores geschuldet. „Natürlich habe ich bei unserer Musikschule zuerst angefragt“, erklärt Marktmeister Uwe Ritschel, „aber aus Angst die Kinder könnten frieren, habe ich eine Absage erhalten.“ Das musikalische Programm des Wintermarkts rundet dann um 15.30 Uhr der Posaunenchor der evangelischen Kirche Markt Schwaben ab.

Aussteller 

„Auch diesmal freuen wir uns, dass wir knapp 70 Aussteller für unseren Markt begeistern konnten“, erzählt Uwe Ritschel. „Besucher können vom Unterbräu bis zum Wohnwerk Rupprich und natürlich auf dem Marktplatz und bis zum blauen Haus wieder bummeln.“ Das Angebot wird dem eines Warenmarktes, nicht dem eines Christkindlmarktes entsprechen. „Jeder Standbetreiber, der gezielt adventliche oder weihnachtliche Artikel anbietet, sucht Märkte, die länger als einen Tag dauern“, erklärt Uwe Ritschel. „Egal, wen ich gefragt habe, da bekommt man niemanden her.“ So werden auch diesmal Haushaltswaren, Socken und Winterbekleidung am Marktsonntag verkauft. Was aber nicht bedeutet, dass nicht auch der Wintermarkt besondere Schmankerl bereit hält. „Ein Highlight werden zum Beispiel die handgefertigten Trachtenschuhe von Simon Doser aus Schwindkirchen sein“, verspricht Ritschel. Aber jahreszeitlich passend werden auch Vogelhäuser das Angebot ergänzen. 

Auch der Markt Schwabener Stefan Pillokat wird mit seinen Holzskulpturen vertreten sein. 

Ein Heimspiel wird der Wintermarkt für Stefan Pillokat. Viele kennen den Markt Schwabener als Clown, der Kindergeburtstage zu einem Erlebnis macht. Aber er hat noch eine weitere Leidenschaft: Das Arbeiten mit Holz. Mit der Motorsäge lässt er einzigartige Skulpturen entstehen. „Viele Jahre diente mir meine Motorsäge nur für den Hausgebrauch“, erinnert sich Pillokat. „Bis ich sie dann als fein zu führendes Werkzeug entdeckt habe und eine Kurs besucht habe. Seitdem entstehen meine Skulpturen.“ Eine Auswahl dieser Skulpturen wird er auf dem Wintermarkt präsentieren. Und ganz ohne vorweihnachtliche Angebote wird auch dieser Markt nicht sein. Es wird zwei Stände mit Adventskränzen, Gestecken und anderem adventlichem Grün-Schmuck geben. 

Winterliche Bekleidung wird auch zu finden sein. 

Food-Area 

Auch beim Wintermarkt war eigentlich geplant, die Food-Area, die sich seit mehreren Märkten zentral auf dem Marktplatz oberhalb der Tiefgarage befindet, wieder auf gleiche Weise zu installieren. „Leider haben wir von der Feuerwehr andere Auflagen erhalten“, erklärt der Marktmeister. „Aufgrund der Hütte vorm Oberbräu ändern sich für uns die Regeln, was die Aufstellung von Ständen gegenüberliegend direkt vorm Oberbräu betrifft.“ Denn die Feuerwehr braucht einen bestimmten Platz für das Aufstellen ihrer Drehleiter, um im Notfall aus den oberen Stockwerken evakuieren zu können. Dieser Platz wäre nicht vorhanden, wenn Foodtrucks dort stünden. „Jetzt müssen wir andere Plätze finden“, so Ritschel. „Abhängig sind wir da von den Starkstromanschlüssen.“ Neu wird auch sein, dass es zwei türkische Stände geben wird, die landestypische Speisen anbieten. Der Kolping-Verein wird Apfelsaft aus eigener Herstellung in 5-Liter-Kartons verkaufen, Punsch und Kuchen bietet wieder der Verein Seite-an-Seite an. Auch das Bayerische Rote Kreuz wird erstmalig mit einem Stand und Essensverkauf vertreten sein. Getränke der Privatbrauerei Schweiger wird wieder die Spielvereinigung Markt Schwabener Au verkaufen und den Erlös ihrer Jugendarbeit widmen. „In allem sind wir mit der Auswahl der Stände und dem gebotenen musikalischen Programm sehr zufrieden und freuen uns darauf einen winterlichen Marktsonntag mit vielen Besuchern genießen zu dürfen – ganz nach dem Motto „Flanieren und Genießen am 1. Advent!“, bekräftigen die Veranstalter.

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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