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Wird der S-Bahnhof Markt Schwaben Barriere frei?

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Der unbeschrankte Bahnübergang bei Feichten, hier fahren die S-Bahnen München/Erding © wal

Bauarbeiten sollen noch heuer beginnen

Markt Schwaben – Damit hat wohl niemand gerechnet. Noch heuer sollen am Bahnhof in Markt Schwaben Arbeiten für ein fünftes Gleis beginnen. Laut Aussage von Bürgermeister Georg Hohmann wird der zusätzliche Gleisstrang ausschließlich von Zügen der S-Bahn befahren. Noch wichtiger aber ist eine weitere Nachricht des Bürgermeisters: „Diese neue Bahnsteig wird barrierefrei erreichbar sein!“ Um dies zu erreichen, soll die Schallschutzwand an der Nordseite durchbrochen und ein ebenerdiger Zugang realisiert werden. Bisher war nämlich zu keinem der beiden S-Bahn Gleise ein barrierefreier Zugang möglich, auch ein entsprechender Umbau war wegen geltender Vorschriften nicht zu realisieren (wir berichteten). Seit dem Bau der beiden Aufzüge ist mit einem Rollstuhl oder Rollator lediglich das Unterqueren des gesamten Gleiskörpers möglich, nicht aber der Zugang zu den Haltestellen der S-Bahnen. Das neue Gleis soll aber auch ein „Vorgriff“ auf das geplante Großprojekt „S-Bahn Stammstrecke II“ in München sein. Thema eines wichtigen Gesprächs im Bayerischen Wirtschaftsministerium, an dem neben Georg Hohmann auch MdL Christa Stewens (CSU) und MdB Ewald Schurer (SPD), sowie ranghohe Vertreter der Bahn teilgenommen hatten, waren auch die Bahnübergänge nahe der beiden Ortsteile Feichten und Haus. „Die Forderungen waren deutlich“, sagte der Bürgermeister, „sie sollen für immer geschlossen werden!“ Die beiden, mit Lichtsignalen ausgestatteten Übergänge seien mit einer veralteten Technik ausgestattet, hieß es. Nur solange sie funktioniert können die Übergänge bleiben. Hohmann sprach vom zweigleisigen Ausbau der internationalen Zugstrecke von Paris nach Budapest, Markt Schwaben liegt an dieser Line. Er zeichnete ein Zukunftsszenario, wonach in absehbarer Zeit Hochgeschwindigkeitszüge mit 200 Stundenkilometer durch Markt Schwaben donnern und die Bevölkerung mit drei Meter hohen Schallschutzwänden vom Lärm geschützt werden sollen. Im Wirtschaftsministerium sei auch über die Zukunft des Bahnhofes und die Zugänge zu den bestehenden Gleisen gesprochen worden. „Im Ausbauprogramm bis 2018 ist der barrierefreie Ausbau vorgesehen“, betonte der Bürgermeister, „so wie auch für andere Bahnhöfe“. Er werde alles dafür tun, dass der Umbau der Gleisanlage in Markt Schwaben vorgezogen wird, versprach Hohmann. (wal)

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