Eingespieltes Team

Zweite Runde für den Markt Schwabener Jugendbeirat

Die Gruppe der Jugendlichen, die in den Jugendbeirat gewählt werden möchten, stellen vor, wie sie die Beiratswahl im September vorbereiten werden.
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Die Gruppe der Jugendlichen, die in den Jugendbeirat gewählt werden möchten, stellen vor, wie sie die Beiratswahl im September vorbereiten werden.

Beim zweiten Treffen stand schon das ein oder andere Projekt fest und auch die geplante Wahl im September wurde konkret geplant

Markt Schwaben – Schon das erste Treffen vor zwei Wochen im Sportpark begeisterte Bürgermeister Michael Stolze: „Es war eine tolle Runde und ich bin gespannt was heute passiert“, so wurden die 15 Jugendlichen im Unterbräusaal am letzten Freitag begrüßt – dort, wo auch der Gemeinderat tagt.

Am Anfang spürte man hier als Beobachter durchaus die ein oder andere Unsicherheit bei den Jugendlichen – Gemeinderat, Bürgermeister, Sitzordnung fast wie in der Schule, das kann schon Eindruck machen.

Aber Walentina Dahms, Michael Stolze und die beiden jüngsten Gemeinderäte von Markt Schwaben – Magnus Gfüllner und Tim Zeiff sind ein eingespieltes Team und lockerten ganz schnell die Atmosphäre. Nachdem noch einmal von Bürgermeisterseite detailliert erklärt wurde, dass es an den Jugendlichen liegt, wie sie den Beirat gestalten möchten, welche Projekte sie angehen möchten, sie ihre Zukunft mit dem Beirat im Ort selber gestalten können, ging es auch schon konkret mit den Planungen los.

Zwölf der Anwesenden erklärten sich bereit, fest im Jugendbeirat mitzuarbeiten, sich also zur Wahl aufstellen zu lassen. Diese Beiratsgruppe arbeitete gleich konkret an Wahlunterlagen, Steckbriefen und dem richtigen Medium für ihre Präsenz. Die Größe des Beirates wurde auf zehn Mitglieder festgelegt. Auf Instagram wollen sie sich vorstellen und die Wahl auch online ausführen. Alle, die zu jung für diesen Social Media Kanal sind, können sich über einen in den Schulen aushängenden QR-Code informieren.

Die andere Gruppe, die zur Projektarbeit tendiert, stellte sogleich Michael Stolze ihre Wünsche und Anregungen vor. Ein Wunsch, war doch bitte mehr gesundes Essen rund um die Schulen anzubieten, vor allem am Nachmittag. „Es wäre einfach schön, wenn es etwas mehr gäbe, als Pommes, Pizza und Döner, wenn ich viermal in der Woche Nachmittagsunterricht habe und es jedes Mal nur das zur Auswahl gibt, ist das nicht so gut“, so eine Schülerin des Gymnasiums. Auch die Barrierefreiheit des Ortes war Anliegen einer Schülerin, die selbst längere Zeit gehandicapt war und schnell merkte, welche Hürden zum Beispiel auf Gehbehinderte Menschen im Ort warten.

Auf den von Projektkarten stand unter anderem noch dieses: Mehr Grünflachen und die zum Beispiel mit Blumen verschönern; alle zwei Wochen Party oder Kinoabend für Jugendliche; Aufzug zum Bahnhof zum Gleis hoch; Treffpunkt mit Skatepark.

Auch über Geld wurde schon am zweiten Treffen gesprochen, ein wichtiges Thema, wie Stolze betonte, „denn am Ende geht’s immer ums Geld und ob ihr eure Projekte durchbringen könnt.“ Dass es da durchaus auch einmal zu unterschiedlichen Meinungen kommen kann, auch mit dem Gemeinderat, darüber wurden die Jugendlichen auch gleich aufgeklärt. Verschreckt wirkten sie dadurch nicht, kamen sie ja schon beim ersten Treffen gleich auf den Vorschlag, sich in diesem Falle auch an Sponsoren zu wenden. Der jüngste in der Runde ließ nämlich damals im Sportpark schon verlauten: „Wer soll denn das alles bezahlen?“.

Träumerisch jedenfalls wirkten die Jugendlichen weder beim Thema Geld noch bei den Themen ihrer Projektvorschläge, eher pragmatisch, realistisch und trotzdem kreativ.

Sie meinen es ernst mit ihren Veränderungswünschen, man darf gespannt sein, wie schnell sich der Jugendbeirat formiert und wie zeitnah, die ersten „jugendliche“ Veränderungen eintreten werden. Unterstützung und Hilfestellungen sind ihnen gewiss, das betonte Stolze mehrmals, „aber machen müsst ihr“. Beim zweiten Treffen in eineinhalb Stunden „machten“ sie durchaus einiges. Es ist jeder, jederzeit willkommen, jeder darf sich einbringen, darf mitreden, darf mitmachen – unter jugend@markt-schwaben.de kann man sich melden. - tt

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