Alle sind zufrieden in Ismaning

Die zahlreichen Besucher der Bürgerversammlung waren mit der Arbeit und der Entwicklung der Gemeinde wohl sehr zufrieden: Keine Wortmeldung, aber dafür viel Applaus kennzeichnete die Veranstaltung. Foto: Funk

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zlich harmonisch verlief die Bürgerversammlung am Dreikönigstag in Ismaning. Bürgermeister Michael Sedlmair referierte gute zwei Stunden über die Dinge, die Ismaning im vergangenen Jahr bewegte und über die Dinge, die Ismaning im kommenden Jahr bewegen werden. Sehr gute Nachrichten hatte der Bürgermeister in Sachen Nachwuchs: Jedes Kind könne in Ismaning ein Kindergartenplatz angeboten werden. Auch der Kinderhort an der Grundschule am Kirchplatz und die Mittagsbetreuung an beiden Schulen konnte erweitert werden. Einzig die noch schwebenden „Verhandlungen“ um ein eigenes Gymnasium trübten die guten Nachrichten im Bereich Schule. Sollte der Freistaat sich für Ismaning entscheiden, stünde ein Grunstück an der Aschheimer Straße bereit. Auch Landrätin Johanna Rumschöttel, die viel Lob für die Gemeinde und ihre Bürger übrig hatte – „Man merkt, dass sich hier jeder mit Herzblut für die Gemeinde einsetzt“ – , sah die Zeit „reif für ein weiteres Gymnasium. Ob Unterföhring oder Ismaning entscheidet der Kreisrat.“ Ein neues Gutachten soll Klarheit bringen. Die gute Stimmung im Saal ging kurzfristig verloren, als der Rathauschef über die anstehende Sanierung der Heckerbrücke zwischen Ismaning und Garching sprach. Dazu müsse die B 471 für etwa viereinhalb Monate voll gesperrt werden. Ein Raunen ging durch den Raum. Sedlmair zeigte Verständnis, er habe auch bereits nach anderen Lösungen gesucht. Eine Ersatzbrücke wer- de es aus Kostengründen nicht geben. Vorerst ins Wasser gefallen ist die Eröffnung des Hallenbades. Mit der beauftragten Stahlbaufirma gab es Schwierigkeiten. Die Gemeinde kündigte die Zusammenarbeit, doch die Bauarbeiten verzögern sich nun um ein Jahr. „Wie viel uns das an Mehrkosten verursacht, können wir jetzt noch nicht abschätzen“, sagte Sedl- mair. Viel Unterstützung erhielt der Bürgermeister aus dem Publikum, als er von den Problemen mit einigen privaten Bauherren sprach, etwa von dem Schwarzbau an der Hohenadlstraße. „Städtebauliche Vorgaben müssen eingehalten werden“, betonte Sedlmair. „Wir sind bestrebt, eine einheitliche Linie für die Ortsmitte zu erhalten. Nur so bleibt Ismaning Ismaning.“ Alles gut liefe dagegen im Bereich Umwelt und Energie. Im Frühjahr etwa beginnen die Geothermiebohrungen.„Ismaning wird das Energieziel des Landkreises erreichen“, erklärte der Rathauschef.

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