Verrückter Alter Bahnhof

Visionen eines Lichtermeers

VABOSH 2020 night - ein Blick in die Zukunft, von Architektin Anke Schuster mit Unterstützung von Architektin Diana Barbat.

Wir schreiben das Jahr 2015. Es ist Nacht. Ein Regionalzug fährt an der 1858 errichteten Haltestelle vorbei, die seit 1972 nicht mehr für den Bahnbetrieb genutzt wird. Aus der ehemaligen Empfangshalle scheint Licht. Die Mieter des Gebäudes sind gerade anwesend. Sie haben dem Alten Bahnhof in den letzten Monaten wieder ein besseres Erscheinungsbild gegeben, nachdem er zuvor jahrelang dem Verfall preisgegeben war.

Wir schreiben das Jahr 2015. Es ist Nacht. Ein Regionalzug fährt an der 1858 errichteten Haltestelle vorbei, die seit 1972 nicht mehr für den Bahnbetrieb genutzt wird. Aus der ehemaligen Empfangshalle scheint Licht. Die Mieter des Gebäudes sind gerade anwesend. Sie haben dem Alten Bahnhof in den letzten Monaten wieder ein besseres Erscheinungsbild gegeben, nachdem er zuvor jahrelang dem Verfall preisgegeben war. Was die Wenigsten wissen: Auf dem Platz zwischen Altem Bahnhof und Alter Post stand früher der Maibaum, heute ist davon noch die Stahlhalterung in der Mitte des Areals zu sehen. Während nun der Bürgerplatz als Ortsmitte an der Theodor-Heuss-Straße den Maibaum, das Bürgerzentrum und die Neuen Bürgerstuben beheimatet, ist es still geworden um den ehemaligen Dorfplatz an der Schönleutnerstraße. Wie aber geht es weiter? Der Landtagsabgeordnete Ernst Weidenbusch (CSU) stellte für den Verein „Verrückter Alter Bahnhof Oberschleißheim“ den Kontakt zum Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn her. Der Verein unternimmt alle Anstrengungen, um die Petition zeitnah zu einem Erfolg zu bringen. Wir schreiben das Jahr 2020. Es ist Nacht. Seit kurzem erstrahlt der Alte Bahnhof in neuem Glanz, als wäre er gerade erst in Betrieb genommen worden. Im südlichen Anbau ist ein Kulturcafé untergebracht, das momentan eine Tanzveranstaltung ausrichtet. Aber auch im Hauptgebäude brennt Licht: Die über 150 Jahre alte Eingangshalle bietet eine ideale Kulisse für Lesungen zu ortsgeschichtlichen Themen. Während die Räume im Obergeschoss untertags Oberschleißheimer Künstlern als Atelier dienen, halten abends Vereine dort ihre Sitzungen und kleinere Veranstaltungen ab. Vor dem Gebäude flanieren Besucher auf der Terrasse und hauchen dem alten Dorfplatz wieder Leben ein. Bodenleuchten erhellen die Szenerie und machen aus dem Ensemble ein dezentes Lichtkunstwerk. Ein Springbrunnen plätschert vor sich hin, dessen Beleuchtung der Kulisse eine lebendige Aura verleiht. Was ist passiert? Der Alte Bahnhof wurde wieder zu einem Zentrum der Begegnung für alle Oberschleißheimer Bürgerinnen und Bürgern sowie Gäste der Gemeinde ausgebaut. Er ist wieder ein Teil des Oberschleißheimer Gemeindelebens geworden. Anke Schuster, VABOSH-Vorsitzende

Quelle: freising-online

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