Nur noch Faire Bälle

Gegen Ausbeutung und Kinderarbeit

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Voll die fairen Bälle präsentieren (von links) 1. Vorsitzender des FC Phönix Schleißheim Helmut Beck, Kapitän und Torwart Herren Stefan Faber, B-Juniorenspieler Jonas Kauck, A-Juniorentorwart Dominic Heilmeier und der Filialdirektor der Münchner Bank, Ronny Sonnekalb.

Fairplay wird auf und neben dem Spielfeld immer wieder gefordert und gefördert. Doch wie steht’s um den wichtigsten Akteur im Fußball, den Ball? Ein schiwieriges Thema. Der FC Phönix Schleißheim und die Münchner Bank setzen deshalb jetzt auf Fairtrade-zertifizierte Bälle. Viele Bälle sind handgemacht, oft von Frauen und sogar Kindern, mit langen Arbeitszeiten und zu schlechten Bedingungen. Handgefertigte Bälle werden überwiegend in Pakistan produziert.

Das trifft sogar auf bis zu 70% der weltweiten Gesamtproduktion zu. Bis zu 60 Millionen Bälle sind es in einem Europa- oder Weltmeisterschaftsjahr. Etwa 40.000 Menschen sind in Pakistan in der Fußball-Industrie tätig. Meist völlig unterbezahlt und zu unmenschlichen Bedingungen. Mit einem Fairtrade-zertifizierten Ball erhalten die Näher einen Mindestlohn, gleichzeitig werden die Arbeitsbedingungen nach und nach verbessert. Ausbeuterische Kinderarbeit ist verboten. Parallel wird in lokale Projekte investiert, die die allgemeinen Lebensbedingungen inklusive der so wichtigen Schulbildung der Kinder verbessern. 

Grund genug, für den FC Phönix Schleißheim in Kooperation mit der Münchner Bank, sich daran zu beteiligen. Ronny Sonnekalb, Filialdirektor der Münchner Bank Oberschleißheim, sieht die Unterstützung als weitreichendes Engagement: „Als Genossenschaftsbank, die seit über 155 Jahren für Ihre Mitglieder und die Region da ist, liegt uns Nachhaltigkeit besonders am Herzen. Wir möchten einen Beitrag leisten, dass Leben vor Ort lebenswerter zu machen, betont Sonnekalb. Und er fügt an: „Nachhaltiges Wirtschaften, soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz ist uns auch beim Einkauf von Produkten und Dienstleistungen wichtig.“

Das sieht man bei Phönix Schleißheim genauso. Deshalb sind die Herren und die A-Senioren sowie die A- und B-Junioren bald nur noch mit fair hergestellten Spielbällen ausgestattet. Neben den Vereinsfarben, Logos vom Verein und vom Sponsor ist der Slogan „Wir spielen fair“ auf den Bällen zu finden. Sehr zur Freude des FC Phönix-Vorsitzenden Helmut Beck. „Die Einhaltung von sozialen Mindeststandards ist entscheidend für die Verbesserung der Lebensverhältnisse in den sogenannten Entwicklungsländern. Wir denken, dass wir mit dieser Aktion einen kleinen Beitrag dazu leisten können.“ Damit gehe der Verein dem Fairplay-Gedanken in besonderer Weise und in einer weiteren Dimension entgegen, so Beck.

Quelle: freising-online

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