Interview

Autor Michael Kothe: „Quer Beet“ ganz neue Geschichten 

Michael Kothe lachend
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Der Autor Michael Kothe war zu Gast beim FORUM.

Diplomkaufmann, Wirtschaftsjurist und seit 2018 auch noch Autor: Das schreibt sich Michael Kothe auf die Kappe! Der mittlerweile pensionierte Schriftsteller widmet sich vor allem Kurzgeschichten und Gedichten, arbeitet jedoch ebenso an seiner eigenen Fantasyreihe “Siebenreich”. Der Vater zweier erwachsenen Söhne ist mit seinen Schriftwerken bereits in mehr als 20 Veröffentlichungen von kleinen sowie renommierten Verlagen erschienen, arbeitet aber hauptsächlich als Selfpublisher. In Kurzgeschichten-Sammlungen zeigt er dort seine Vielseitigkeit, die sich von Märchen, Liebesgedichten bis hin zu “Cozy Horror” erstreckt. Den Ruhestand genießt Kothe in seiner spanischen Wahlheimat Galicien. Das FORUM hat beim Autor nachgeforscht, woher seine Inspirationen kommen und welche Pläne er für die Zukunft hat.

Was hat Sie dazu verleitet, Autor zu werden?

Michael Kothe: „Zum Schreiben inspirierte mich mein Bruder. Er erzählte mir Mitte 2018 von seinem Verlagsvertrag. Mein erstes Projekt war dann mein Fantasy Roman ‚Siebenreich‘. Ich wollte mir quasi meine eigene Gute-Nacht-Geschichte schreiben. Und das hat funktioniert. Sieben Teile habe ich mir vorgenommen, der zweite Band ist aktuell in Arbeit.“

Von was handelt die Fantasy-Reihe „Siebenreich?“

Michael Kothe: „Zusammenfassend möchte ich mit ‚Siebenreich‘ dem Leser in jedem Band etwas neues bieten. Der Protagonist Mike, der autobiografische Züge zu mir hat, erlebt jedes Mal eine neue Aufgabenstellung und geht mit den Lesern auf ein Abenteuer. Die Geschichte spielt in einer mittelalterlichen Fantasywelt, mit Magie, Orks und allerlei anderen magischen Wesen. Mit dabei ist auch Mikes Frau Julia, die an und für sich die ideale Frau für mich wäre. Aber die hab ich natürlich schon. Denn: Sie wohnt mit mir gemeinsam in Galicien. Im Band zwei kommt noch die Figur Elisabeth dazu. Gemeinsam mit ihr bricht Mike auf, um ihre versklavte Tochter zu befreien. Interessant wird vor allem, in wie fern die beiden harmonieren und wie sich diese entstehende Beziehung mit seiner Frau Julia verträgt. Wichtig ist jedoch: „Siebenreich“ ist keine reine Liebesgeschichte.“

Woher schöpfen sie die Inspirationen für Ihre Werke?

Michael Kothe: „Ich kann es natürlich nicht leugnen, dass ich großer J. R. R. Tolkien-Fan bin. Für mich hat er einfach die besten Fantasy-Romane geschrieben. Aber neben den Inspirationen aus Büchern schöpfe ich viele Ideen aus meiner Fantasie. Außerdem bringe ich Berufserfahrung mit: Über 30 Jahre durfte ich mit Worten jonglieren. Auf Deutsch und Englisch. Zur ständigen Weiterbildung gehören das Testlesen und seit Neuestem das Rezensieren und das Lektorat. Auch ein Blick von meiner Terrasse über die Ria de Arosa, eine Atlantikbucht in Galicien, ist sehr förderlich. Vor allem helfen mir aber diverse Literatur Wettbewerbsaufgaben.“

Welche Bücher haben sich durch diese Wettbewerbsaufgaben ergeben?

Michael Kothe: „Neben meinen Romanen habe ich die zahlreichen Kurzgeschichten von mir in eigenen Anthologien veröffentlicht, wie „Schmunzelmord“ und „Quer Beet aufs Treppchen“. Darin enthalten sind Teile meiner in etwa 80 Kurzgeschichten sowie eine handvoll Gedichte. Diese sind sonst wettbewerbsspezifisch in verschiedenen Verlags-Anthologien zu finden. Von meinen Büchern gibt es auch eine schlanke und vor allem günstige ‚Kennenlern-Variante‘. Im Format ‚Stippvisite in...‘ können Leser so mich als Autor kennen lernen. Alle meine Bücher sind auch als ebook erhältlich.“

Was macht Ihre Werke besonders?

Michael Kothe: „In den Rezensionen wird vor allem meine Vielseitigkeit gelobt. Ich probiere mich auch gerne neu aus; erst vor kurzem habe ich mich an einem erotischen Gedicht in Barrockform versucht. Normalerweise reizt mich so etwas gar nicht, aber die Aufgabenstellung war einfach zu charmant formuliert. Was ich allerdings selbst nicht schreiben würde wären richtige Erotikromane und brutaler Horror.“

Ist eines Ihrer Schreibexperimente nicht geglückt?

Michael Kothe: „Ich habe mich einmal am spanischen Büchermarkt versucht. Meine muttersprachlichen Testleser waren zwar angetan, aber keiner hat mir mit Korrekturen geholfen Zwei von dreien fanden die Geschichten gut, aber ausgerechnet der Lehrer hat sich noch nicht geäußert. Nachdem es in dieser Sprache nicht funktioniert hat, versuche ich es jetzt auf Englisch. Ich hoffe, der britische Humor kann etwas mit meinen Büchern anfangen (lacht).“

Wie unterscheidet sich die Arbeit im Eigenverlag zu den klassischen Verlagen?

Michael Kothe: „Es gibt das Vorurteil, dass Selfpublishing Autoren nicht gut genug für den großen Buchmarkt sind. Aber das stimmt nicht, es gibt sehr viele gute Eigenverlag-Autoren. Ich habe mich für den Selbstverlag entschieden, da ich gerne alles selbst mache. Die Buchcovers habe ich zum Beispiel mit selbstgeschossenen Fotos gestaltet. Natürlich muss ich auch das Marketing selbst machen, aber gerade das macht mir ja so Spaß! Ich habe für jedes meiner Bücherreihen eine eigene Homepage angelegt, damit die Webseiten allesamt nicht überquellen.Natürlich möchte ich mich eines Tages an einen Verlag wenden, aber das ist schwierig. Ich schreibe schließlich in Nischenbereichen und bei einem Verlag muss ich mich erstmal gegen die Konkurrenz durchsetzen. Ablehnen würde ich ein Verlagsangebot allerdings nicht. Aber die Zeit wird zeigen, wo es für mich hingeht.“

Welche Projekte stehen für die Zukunft an?

Michael Kothe: „Ich möchte mich am liebsten verstärkt den Romanen widmen. Aber diese sind natürlich sehr zeitintensiv. Und das, obwohl ich die Geschichte für alle sieben Teile bereits im Kopf habe. Deshalb wird vor meinem zweiten Teil ‚Siebenreich‘ erstmal ein neuer Teil von ‚Quer Beet aufs Treppchen‘ erscheinen. Frühestens im Herbst müsste ich genug Geschichten zusammen haben. Ich überlege aber auch, ob ich nicht vielleicht zwölf bis 15 meiner Kurzgeschichten heraus nehme und noch einmal Themenspezi¬fisch veröffentliche. Zum Beispiel „Düstere Geschichten“ oder et¬was in dieser Art. Ich überlege, zwölf bis 15 davon themenspezifisch zu veröffentlichen, etwa als ‚Düstere Geschichten‘. Ihre Leser erfahren das zeitnah auf meiner Homepage.

Mehr über Michael Kothes Werke gibt es hier.

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