Bürgerbegehren Straßenunterführung beginnt

Die Problemzone Bahnschranke soll weg

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Claus Müller,Gerlinde Kufer und Kurt Weber sind die Gesichter hinter dem Projekt Straßenunterführung. Sie wollen für das Bürgerbegehren genug Stimmen sammeln. 

Neun Stunden am Tag hat die Bahnschranke in Oberschleißheim in der Regel geschlossen- für die Verkehrsteilnehmer aus der Region heißt das Warten. Täglich staut sich an diesem Knotenpunkt der Verkehr, der daraus entstehende Schleichverkehr und die Abgasansammlungen machen den Oberschleißheimern schon lange zu schaffen. In Zukunft ist auch keine Besserung der Verkehrslage in Sicht.

Der Anbau an die Tierarztfakultät, das geplante Wohnquartier in Mittenheim und am Kreuzacker werden für noch mehr Verkehr an der Problemzone führen. Vielen Bürgern ist es auf Grund des Verkehrsaufkommens auch nicht mehr attraktiv genug, innerhalb der Stadt einzukaufen, da sie außerorts schneller sind- ein zunehmendes wirtschaftliches Problem für die ortsansässigen Läden. Auch die Rettungskräfte müssen den Ort regelmäßig umfahren. Der schnellstmögliche Verkehrsweg zum Unfallort ist damit nicht mehr umsetzbar. Um die Bürger in den vielen Wohngebieten für die Zukunft zu entlasten, haben sich daher drei Bürger vorgenommen, für ein Bürgerbegehren Unterschriften zu sammeln. 

Claus Müller, Gerlinde Kufer und Kurt Weber möchten sich, mit der Unterstützung von Mitgliedern der freien Wähler Oberschleißheim, für eine Straßenunterführung an der Bahnschranke einsetzen. Die frühere Initiative „Bahn im Tunnel“, bei der eine Bahnunterführung für weniger Verkehr sorgen sollte, wurde wegen eines unzureichenden Kosten-Nutzen-Faktors der Deutschen Bahn abgelehnt. Die Gemeinde hätte für das Millionenprojekt selbst aufkommen müssen, dass wäre kaum machbar gewesen. Die jetzige Idee mit einer Straßenunterführung sei aber schon mit dem Landratsamt besprochen worden, ist günstiger und bietet eine Alternative zum ewigen Abwarten an der Schranke.

Die Gemeinde muss bei dieser Option lediglich für einen Rad- und Fußweg aufkommen, der Rest könnte durch das Eisenbahnkreuzungsgesetz von Bund, dem Land Bayern und der Bahn finanziert werden. Doch dafür bedarf es an genug Unterschriften. Neun Prozent der Wähler, umgerechnet 1400 Stimmen, müssen unterschreiben, damit es von der Gemeinde geprüft und anschließend im Gemeinderat eingereicht werden kann. Wenn alles klappt, sollen die Bürger zeitgleich zur Europawahl für oder gegen die Straßenunterführung abstimmen dürfen. 

Die Antragsteller werden daher ab sofort von Haus zu Haus gehen und sich auf den Straßen für das Projekt stark machen. Auch online können sich die Bürger über das Bürgerbegehren informieren und unterschreiben. Die Unterschriftenliste kann auf der Website www.strassenunterfuehrung-oberschleißheim.de heruntergeladen werden und muss dann an Hans Hirschfeld, Gartenstraße 9, 85764 Oberschleißheim, per Post gesendet werden.

Quelle: freising-online

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