Zukunft der Bezirksstraße

Attraktiv, grün, fahrradfreundlich

Bernd Knatz für die Fraktion der ÖDP, Dr. Thomas Breitenstein für die SPD-Fraktion und Jürgen Radtke für die Fraktion der Grünen wünschen sich ein neues Konzept für die Bezirksstraße.

Die Fraktionen der SPD mit Bürgermeister Böck, der Grünen und der ÖDP laden alle Bürger Unterschleißheims herzlich ein, am 15. Mai an einem Abend mit Gedanken über die Zukunft der Bezirksstraße teilzunehmen. Prof. Birgit Schmidt, Objektplanerin in der Landschaftsarchitektur der Uni Freising und Paul Bickelbacher, Stadt- und Verkehrsplaner und Stadtrat in München, werden den Interessierten Möglichkeiten der Gestaltung von Einkaufsstraßen vorstellen, die teilweise schon in anderen Kommunen verwirklicht wurden. 

Anschließend werden sie diese sowie alternative Ideen aller Teilnehmer gerne gemeinsam diskutieren. Ausgangspunkt der aktuellen Überlegungen ist die Tatsache, dass aus rechtlichen Gründen die Erlaubnis für Fahrradfahrer, auf den Gehwegen der Bezirksstraße in Schrittgeschwindigkeit fahren zu dürfen, nicht länger zu halten ist. Zu schmal ist die Gehwegbreite, zu viele andere Nutzungen durch Fußgänger, Aufstellen von Restaurant-Tischen und diversen Reklameaufstellern und Waren-Präsentationen finden hier statt. All diese Nutzungen müssen sein. 

Schließlich soll die Bezirksstraße sowohl für die Bürger als auch für die Geschäftsinhaber attraktiv bleiben. Die Umsätze der Läden müssen stimmen, damit es nicht zu Leerständen kommt wie in so vielen Zentren anderer Kleinstädte. Und hier setzt nun die Überlegung an: Wie kann man die Attraktivität der Bezirksstraße für alle Beteiligten erhöhen, damit sowohl die Zugänglichkeit für den Verkehr erhalten bleibt als auch die Atmosphäre zum Einkaufen, Flanieren und auch Einkehren möglichst viele Bürger anlockt?

Der Wegfall der Freigabe der Gehwege für Radfahrer bedeutet, dass diese in Zukunft nur noch auf der Straße fahren dürfen. Diese Entscheidung ist für uns der richtige Moment, um über neue Konzepte der Verteilung des Straßenraums der Bezirksstraße, vielleicht zunächst in einem kürzeren Testbereich, nachzudenken, die zu einer Verkehrsberuhigung führen. Die Bedürfnisse von Fußgängern, Fahrradfahrern, privatem PKW-Verkehr, gewerblichem Verkehr und öffentlichem Nahverkehr gilt es zu berücksichtigen. Sie sollen sich den Platz teilen mit den Nutzern von Parkplätzen, Sitzbänken zum Verweilen sowie den Besuchern von Cafés und Restaurants, die gern im Feien sitzen und am Leben in der Bezirksstraße teilnehmen.

Ein mögliches Konzept hierzu wäre es, einen „Raum für alle“, auch als „Shared Space“ bezeichnet, zu schaffen. Shared Space bedeutet die gemeinsame Nutzung der Fläche durch alle Verkehrsteilnehmer ohne formale, trennende Abgrenzung. Die Idee ist, dass die gemeinsame Nutzung die Geschwindigkeit des Verkehrs automatisch herabsetzt und dadurch allen Verkehrsteilnehmern Raum lässt und gleichzeitig die Sicherheit erhöht. Der „Einkaufsbummel“ der Unterschleißheimer*innen in der Bezirksstraße würde hier einen neuen Charakter bekommen, die Erlebnisqualität des Einkaufens und damit die Konkurrenzfähigkeit der Einzelhandelsgeschäfte erhöht.

Auch außerhalb von Geschäftszeiten wäre es eine Bereicherung für die Attraktivität der Bezirksstraße. Am 15. Mai um 19.30 Uhr sind alle eingeladen, sich im großen Sitzungssaal im Rathaus an den Gedankenspielen über eine attraktive Zukunft der Bezirksstraße zu beteiligen und die Zukunft der Einkaufsstraße mitzugestalten.

Quelle: freising-online

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