Entlang der Autobahn A9:

Bürgerenergie Garching: Grundstückszusage zieht sich in die Länge - Errichten der PV-Anlage nicht möglich

Bild von der Autobahn A9
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Entlang der Autobahn A9 auf Höhe des Sportgeländes will die BürgerEnergie Garching eine PV-Anlage errichten. Doch trotz eines Stadtrat-Beschlusses von 2019 tut sich dort bislang gar nichts.

Hausgemachter Strom für Garchings Bürger, das will die Genossenschaft BürgerEnergie Garching (BEG). Dennoch warten sie immer noch auf eine Grundstückszusage.

Hausgemachter Strom für Garchings Bürger, das will die Genossenschaft BürgerEnergie Garching (BEG). Die Umsetzung, also die Errichtung einer Photovoltaik-Anlage entlang der Autobahn A9, für die es bereits seit 2019 einen Beschluss gibt, lässt jedoch weiter auf sich warten. Autobahnnahe PV-Anlagen gibt es viele. Auch für Garching liegen Flächennutzungsplan (FNP) und Aufstellungsbeschluss vor, der Stadtrat hat der BEG die Fläche zur Pacht zugesprochen.

Das heißt aber noch lange nicht, dass es nun zügig losgehen kann mit der lokalen Energieversorgung, die die BEG zum Ziel hat. Mittlerweile ist die Autobahn GmbH des Bundes für die Fernstraßen in Deutschland zuständig. Diese neue Gesellschaft läßt keine Ausnahmen mehr zu und pocht strikt auf die Einhaltung der im Bundesfernstraßengesetz formulierten Bauverbotszone von 40 Metern. Dies würde für Garching bedeuten, dass der Geltungsbereich nicht vollständig genutzt werden kann, sich die Fläche auf 1,7 Hektar verkleinert und damit die Wirtschaftlichkeit gefährdet ist. Die Genossen schlugen daraufhin vor, das Areal nach Westen zu vergrößern in den Bereich der für Bauhof und Sport vorgesehenen Flächen. „Würden wir dem zustimmen, stehen wir uns selbst im Weg“, hält das Bauamt dagegen.

Denn dort ist bis 2028 ein Bau- und Wertstoffhof geplant, ebenso die Erweiterung der Sportanlagen. Ähnlich sieht es CSU-Rat Albert Biersack: „Wir sollten uns nun kein Korsett anlegen.“ Für ihn gehören PV-Anlagen ausschließlich auf Dächer. Für Götz Braun (SPD) ist das letzte Wort noch nicht gesprochen, wie die städtischen Flächen überbaut werden, „denn einen Wertstoffhof an den absoluten Stadtrand zu bauen macht gar keinen Sinn.“ Harald Grünwald (UWG) sagt, da er bis jetzt noch keinen Strich einer Planung für Bau- oder Wertstoffhof gesehen habe, „wird das bis 2028 niemals etwas. In dieser Zeit kann die PV-Anlage Strom produzieren.“

Die Alternativ-Lösungen der BEG bergen jedoch ein weiteres Problem: Die neuen Flächen sind nicht durch den im FNP ausgewiesenen Geltungsbereich gedeckt, der FNP müsste also geändert werden und das dauert rund neun Monate. Energie-Genosse Christian Nolte hatte gehofft, dass in der September-Sitzung die Verwaltung einen entsprechenden Beschlussvorschlag vorlegt. Leider vergeblich und somit rückt der Zeitpunkt, ab dem der entlang der Autobahn lokal produzierte Strom in Garchinger Privathaushalte und Industrie fließen kann, immer weiter nach hinten.

Mehr Informationen über dieses Vorhaben gibt es hier.

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