„Langweilig werden tut‘s uns nicht“

Ex Bürgermeister Christian Kuchlbauer spricht über seine Zukunftspläne

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Der ehemalige Bürgermeister Christian Kuchlbauer (r.) bei einer Pressekonferenz bei einem Gespräch mit Fachleuten im Vorfeld des Bürgerdialoges. Pflichttermine, die ihm jetzt erspart bleiben.

Der abgewählte Oberschleißheimer Bürgermeister Christian Kuchlbauer (58) hat sich von der politischen Bühne verabschiedet. Aktuell ist er überwiegend Privatmann. Alles Weitere lässt er auf sich zukommen. Die Gemeindepolitik verfolgt der Ex-Rathaus-Chef aber weiterhin mit großem Interesse.

Oberschleißheim- Was macht eigentlich Ex-Bürgermeister Christian Kuchelbauer. Der frühere Rathauschef, der das Amt des Ersten Bürgermeister die vergangenen sechs Jahre begleitete, hat bekanntlich alle seine politischen Ämter aufgegeben. Vor allem ist er nach der verlorenen Stichwahl nicht als „Opisitionsführer“ der Freien Wähler und Gemeinderat angetreten, obwohl er das hätte tun können. Nicht sein Stil und alles andere als seine Absicht, wie Kuchlbauer dem FORUM jetzt verriet. Stattdessen hat sich Kuchlbauer erst einmal ins Privatleben zurückgezogen. 

Wann und wie es beruflich weitergeht ist noch nicht ganz geklärt. Dem Ex-Rathauschef schwebt vor, wieder bei seinem alten Arbeitgeber, der Deutschen Beamtenkrankenkasse, einzusteigen. Allerdings in anderer Funktion. Nicht mehr als Ausbilder für Auszubildenden und im Außenbereicht, sondern auf einem Posten, auf dem er seine Erfahrungen als Kommunalpolitiker und Amtschef einbringen kann. „Als ehemaliger Bürgermeister ist man für Vieles zu gebrauchen“, ist sich Kuchlbauer gewiss. „Ein Einstieg ist möglich, ich will jetzt aber nichts überstürzen, außerdem bin ich ja nicht am Verhungern“, betont der Poltik-Aussteiger. Eine Entscheidung, die er übrigens alles andere als bereut hat. 

Wenngleich er einräumt: „Am Anfang war es schon ein bisschen ungewohnt. Die Mitarbeiter sind mir ans Herz gewachsen und umgekehrt. Aber es ist auch einmal ganz gut, sich das Ganze aus der Ferne anzuschauen, sich nicht mehr aufregen zu müssen.“ Kuchlbauer betont: „Ich bin jetzt frei in meinen Entscheidungen, ich muss nicht zu politischen Veranstaltungen gehen. Nein, ich kann hingehen. Denn ich werde immer noch eingeladen, ich bin immer noch gut vernetzt.“ Apropos, mit seinem Nachfolger, Markus Böck (CSU) versteht sich Kuchlbauer erklärtermaßen gut. Ihm sei jedenfalls viel an einer vernünftigen Übergabe der Amtsgeschäfte gelegen. 

Und, das habe auch geklappt. Dass er sich aus der aktiven Politik sprich, aus allen Ämtern zurückgezogen hat, das bereut ehemalige Zugpferd der Freien Wähler im Oberschleißheim nicht. Der Gemeinderat sei für ihn keine Option gewesen, gibt Kuchbauer zu verstehen. „Das wollte ich nicht. Als Gemeinderat darauf warten, das Wort erteilt zu bekommen“, das sei nicht sein Ding, erklärt Kuchlbauer. Was aber nicht heiße, dass er der Politik nicht trotzdem verbunden sei. „Als Zuhörer“ sei er gerne weiterin mit von der Partie. „Warum nicht wenn mich was interessiert“, sagt der Aussteiger und fügt an: Von dem her geht mir nichts ab!“ 

Was unter anderem auch an einem Engagement am Kuratorium der Ludwig-Maximilian-Universität liegt, wo er als Stellvertreter und rechte Hand des ehemaligen Bayerischen Minsiterpräsidenten Edmund Stoiber fungiert. Von Hobbies wie Reisen mit dem Wohnwagen nach Österreich, wo seine Frau herstammt ganz zu schweigen. Es gebe da auch noch eine Hütte in den Bergen, bei der man wisse „wo der Schlüssel liegt“, verrät Kuchbauer und insistiert. „Langweilig werden tut es uns nicht!“, urteilt Kuchlbauer über seine persönlichte Situation.

Quelle: freising-online

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