Café Zeitgeist öffnet im Februar neu

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eht man hin, wenn man gerade eine schwere persönliche Krise durchmacht, wenn man nicht mehr die immer ewig gleichen Gesichter, die es „nur gut mit einem meinen“ sehen will, wenn man mit Leuten reden will, die genau dasselbe durchmachen wie man selbst und wenn einem Zuhause die Bude auf den Kopf fällt? Ab 24. Februar gibt es für all Diejenigen in Unterschleißheim das „Cafe Zeitgeist“. Zunächst ein Mal im Monat, immer von 15 Uhr bis 17 Uhr, lädt das Steuerungsteam der Zeitgeister zu einem zwanglosen Treffen in das Maria-Magdalena-Haus, die Dependance der evangelischen Kirche an der Gerhard-Hauptmann- Straße ein. Jeder ist eingeladen, sich dort für zwei Stunden bei Kaffee oder Tee sowie Kuchen und Keksen mit anderen Leuten zu unterhalten, neue Kontakte zu knüpfen, das augenblickliche Angebot, beziehungsweise die augenblickliche Nachfrage der Freiwilligen-Börse einzusehen und sich eventuell einzutragen. Eine Kaffeemaschine hat die Firma Lekies, Klappstühle und Klapptische die Firma Xerabit gespendet. „Es ist schon erstaunlich, wie schnell wir Spenden für unsere Zeitgeister bekommen, die Sache scheint zu überzeugen“, freut sich Astrid Scholz-Grün, die Initiatorin der „Zeitgeister“. Die „Zeitgeister“ sind ein Projekt der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Unterschleißheim. „Zeitgeister“ sind Menschen, die ein „Zeitfenster“ offen haben für Mitmenschen, die eben mal einen „guten Geist“ brauchen. Die „Zeitgeister Unterschleißheim“ sind eine Freiwilligenbörse, die für niederschwellige Hilfen Angebot und Nach- frage zusammenführt. Inzwischen gibt es 66 gute Geister, die ihre Zeit kostenlos für die kleinen Nöte ihrer Mitmenschen zur Verfügung stellen. Einige davon sind sowohl Zeitgeber, als auch Zeitnehmer. Mitmachen können alle, ganz unabhängig von Alter, Geschlecht und Religionszugehörigkeit.

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