Tierschutzverein München

Corona-Haustierboom: Tierschutzwidrige Transporte und Hehlerei mit hilflosen Tieren

Tiertransporter mit zu vielen Tieren
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So zog die Münchner Polizei sowohl an jenem Samstag als auch am Sonntag jeweils einen Tiertransporter aus Bulgarien aus dem Verkehr. Im Ersten befanden sich neun Hunde, im Zweiten elf Hunde und 18 Katzen. Sie alle, insgesamt 37 allesamt erwachsene Tiere verschiedener Rassen und -mischungen, waren in teils viel zu kleinen Boxen ohne Wasser und Futter untergebracht, völlig dehydriert und wurden teilweise ohne den vorgeschriebenen Impfnachweis nach Deutschland eingeführt.
Tiertransporter vollgesteckt mit Käfigen
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Zur weiteren Abklärung des Fortlaufs wurden sie in das Tierheim gebracht. Viele von ihnen waren stark verwurmt, hatten Zahnfleischentzündungen, Durchfall, teilweise blutigen Schnupfen und Pilzerkrankungen.
Katze kauert in Transportbox
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Inzwischen hat das Veterinäramt entschieden, dass die Tiere nicht an ihre verschiedenen Herkunftsorganisationen (teilweise Tierschutzvereine, teilweise Züchter) zurückgegeben, sondern durch das Tierheim vermittelt werden dürfen. So wie diese Britisch Kurzhaar Katze, die noch zu haben ist.
Ruby in kleiner Box
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Für sechs Hunde und vier Katzen sucht das Tierheim noch ein neues Zuhause bei verantwortungsbewussten Tierfreunden. Interessenten dürfen sich direkt bei der Hundequarantäne unter Telefon: 089 / 921 000 43 oder in der Katzenquarantäne unter Telefon: 089 / 921 000 820 melden. Auch Hund Ruby auf diesem Foto ist noch zu haben!
Hund kauert in zu kleiner Box
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Insgesamt möchten die Mitarbeiter aber daran erinnern, dass man für angeschaffte/adoptierte Haustiere eine dauerhafte, langfristige Verantwortung trägt und ihre artgerechte Haltung auch nach dem Lockdown gewährleistet sein muss. Auch die Hunde Peter und Peppino waren im Transporter. Während Peppino schon einen Besitzer gefunden hat, wartet Peter noch auf ein neues Zuhause.
Jagthund Peter auf dem Arm der Pflegerin
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Peter ist noch ein junger Hund und sucht ein neues, schöneres Zuhause.
Hundin kauert in viel zu kleiner Box
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Angesichts der hohen Kosten, die die Versorgung der vielen Quarantänegäste für das Tierheim verursacht, bitten die Mitarbeiter dringend um finanzielle Unterstützung. Alle Spendenmöglichkeiten gibt es unter https://www.tierschutzverein-muenchen.de/hilf-mit.html. Unterstützung braucht auch die auf dem Foto abgebildete Hündin Hope. Sie wird vorerst noch nicht vermittelt.
Katzen in kleinen Boxen
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Die Katze Dara und Karmen waren, ebenso wie die meisten anderen Tiere, in einer viel zu kleinen Box untergebracht. Sie waren nicht nur dehydriert und hungrig...

Was für ein Geräuschpegel: Es quietscht, winselt, bellt und miaut nur so in den Quarantäneräumen des Münchner Tierheims! Gleich mehrere Beschlagnahmungen im März durch das Veterinäramt innerhalb kürzester Zeit haben die Mitarbeiter an die Grenzen der Aufnahmekapazitäten gebracht. Aufgrund der enorm gestiegenen Nachfrage nach Haustieren, insbesondere Hunde und Katzen, boomt auch der illegale Tierhandel und es vergeht fast keine Woche, in der nicht arme, als Schmuggelware aufgeflogene Tiere in der Quarantänestation landen. Besonders intensiv war jedoch das vergangene Wochenende.

Rubriklistenbild: © Tierschutzverein München

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