Es gibt klare Regeln

Corona-Vorsorge: Drive-In-Test-Stationen eingerichtet

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Die Kommunen im Münchner Norden richten in der Corona-Krise auf Anraten der Landratsämter jetzt nacheinander Drive-In-Teststationen ein. Einfach so hinfahren kann man aber nicht. 

Das Corona-Virus greift weiter um sich. Die Kommunen im Münchner Norden richten jetzt nach und nach  Drive-In-Teststationen für Leute ein, die glauben, sich mit Corona infiziert zu haben. Ismaning ist schon mit gutem Beispiel vorausgegangen, Unterschleißheim, Oberschleißheim und Garching ziehen nach. 

Münchner Norden- In Garching und Ismaning gibt es sie schon. Kommunen wie Ober- und Unterschleißheim ziehen nach. Die Rede ist von sogenannten „Drive-In-Teststationen“ in denen sich Menschen, die in Verdacht stehen, sich mit dem Corona-Virus infiziert zu haben testen lassen können. Aber Achtung, das kann nur auf ärztlich Rat und auf Anordnung des Gesundheitsamtes geschehen. Darauf weisen die Kommunen in Pressemitteilungen ausdrücklich hin.

Sie sind vom Landratsamt gebeten worden, sogenannte „Drive-In-Teststationen“ einzurichten. Hier können Bürgerinnen und Bürger die vom Gesundheitsamt angeordneten Coronavirus-Tests durchführen lassen, indem sie mit dem Auto in die Station einfahren und nur durch das minimal geöffnete Fahrerfenster mit dem Arzt kommunizieren.

Ismaning: Kein Test ohne Bescheid vom Gesundheitsamt

Die Gemeinde Ismaning teilte dazu mit. „Seit Anfang dieser Woche ist unsere Corona-Drive-in-Station in Betrieb. Beachten Sie bitte: Getestet werden nur solche Patienten, die von einem der beteiligten Ismaninger Ärzte zu diesem Test geschickt wurden. Dazu werden der Feuerwehr im Vorfeld die Namen und das Kennzeichen des Pkw gemeldet, mit dem der Patient vorfährt. 

Im Vorbeifahren testen lassen. Was sich einfach anhört, ist in Wahrheit an klare Regeln gebunden. Die Tests, wie hier in Ismaning finden nur in enger Absprache mit Ärzten und Behörden statt. 

Personen, die nicht auf dieser im Vorfeld übermittelten Liste stehen, werden unter keinen Umständen getestet. In Ismaning haben sich derzeit zehn Ärzte bereit erklärt, mit der Gemeinde und der örtlichen Feuerwehr zusammenzuwirken. 

Patienten müssen sich an ihren jeweiligen behandelnden Arzt wenden, der ihn in der Folge dann an die für ihn örtlich zuständige Teststation sendet. Auch in unseren Nachbarkommunen werden derzeit Teststationen eingerichtet. Patienten, die sich testen lassen wollen, sollen sich an den behandelnden Arzt telefonisch wenden, da nur dieser einen Corona-Test anordnen kann. 

Garching: "Verdachtsfälle" unerwünscht

Aus Garching, respektive von Pressesprecher Felix Brümmer war Anfang der Woche zu vernehmen: Diesen Mittwoch trafen sich Garchings Bürgermeister Dietmar Gruchmann, Vertreterinnen und Vertreter der Garchinger Stadtverwaltung, der Garchinger Feuerwehr, des städtischen Bauhofs, der zuständigen Polizeiinspektion und Garchinger Ärzte zu einem Koordinierungstreffen bezüglich der Errichtung einer Teststation. Initiativ und schnell sollte es gehen, seit heute ist die Station nun in Betrieb. Fünf Ärzte sind hier tätig und testen Bürgerinnen und Bürger auf das Coronavirus. 

Der wichtige Hinweis soll an dieser Stelle nochmals ergehen: Im Sinne einer geordneten Testung und der Vermeidung einer unnötigen Belastung der Kapazitäten der Teststationen werden Termine für einen Test ausschließlich über die Ärzteschaft vergeben! Fahren Sie unter keinen Umständen „auf Verdacht“ zu einer Corona-Teststation!, hieß es. Ähnliches teilten auch die Verantwortlichen aus Unterschleißheim und Oberschleißheim mit. 

Die Feststellung einer ärztlichen Indikation erfolgt durch ein vorheriges telefonisches Gespräch mit dem Hausarzt ohne Praxisbesuch. Ein Test ist demnach ausschließlich für solche Personen vorgesehen, die hierfür eine Bestätigung durch einen Arzt vorlegen an der Teststation vorweisen können. Die Teststation trägt dazu bei, das örtliche Gesundheitssystem in den einzelnen Arztpraxen zu entlasten und dort eine Ansteckungsgefahr auszuschließen.

Teststationen: Gemeinsame Einrichtung in Ober-und Unterschleißheim

Die Bürgermeister aus Ober- und Unterschleißheim, Christian Kuchlbauer und Christoph Böck, haben sich auf eine gemeinsame Einrichtung verständigt. 

Das Vorgehen wurde unter Einbindung von Dr. Friedrich Kiener als leitendem Facharzt für die Station entwickelt und abgestimmt. Die Teststation in Sachen Corona-Infektion wird auf dem Volksfestplatz in Unterschleißheim mit Unterstützung des Bayerischen Roten Kreuzes eingerichtet.

Hierfür wird ein spezieller Bereich auf dem Platz abgetrennt. Patienten, die durch ihren Hausarzt geschickt werden, gelangen durch eine spezielle Einlasskontrolle, an der ein Sicherheitsdienst bereit steht. Der Test kann direkt im Auto unter Anleitung einer Fachkraft durch den Patienten selbst durchgeführt werden. Genaue Informationen zum Ablauf erhalten die zu testenden Personen von ihrem Arzt mitgeteilt. Die Stadt bittet nachdrücklich darum, die Teststation nicht und auf keinen Fall ohne Beischeid des Gesundheitsamts aufzusuchen.

Eine Teststelle im Lankreis Freising gibt es in Zolling. Redaktionsleiter Bernd Wagner machte sich vor Ort ein Bild dazu.

Quelle: freising-online

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