Einblick in die Geschichte

(sl)

· Die Sonderausstellung „Hans Grade, der Lanz-Preis und die Anfänge des Deutschen Motorfluges“ ist noch bis zum 28. Februar in der Flugwerft zu sehen. Organisiert wird die Ausstellung von der Gesellschaft zur Bewahrung von Stätten deutscher Luftfahrtgeschichte e.V. Der Ingenieur Hans Grade (1879 bis 1946) konstruierte und baute einen Dreidecker mit Sechszylinder- Zweitaktmotor, mit dem er ab November 1908 in Magdeburg erste kurze Flüge absolvierte. Sein Ziel war die Eroberung des »Lanz- Preises der Lüfte«, der das Fliegen einer Acht mit einem Flugzeug rein deutscher Herkunft erforderte. Diesen Preis eroberte er im Oktober 1909 mit seinem zweiten Flugzeug, einem Eindecker. Er wurde damit neben August Euler zum erfolgreichen Pionier des deutschen Motorfluges. Sie verhalfen dem Flugzeug in Deutschland zum Durchbruch gegenüber den dominierenden Luftschiffen und fanden damit den Anschluss an die internationale Entwicklung. Grade hatte zuvor bereits als ein Pionier des Zweitaktmotors gewirkt, eine Motorenfabrik geleitet und mehrere Patente erworben. Er betrieb vor dem Ersten Weltkrieg ein Flugzeugwerk und eine Fliegerschule. In den Zwanzigerjahren konstruierte und baute er ein Kleinauto, dessen Konstruktion er weltweit mit Patenten absicherte. In den Dreißigerjahren führte er als ideenreicher Ingenieur einen kleinen Entwicklungsbetrieb, wobei er wiederum viele Patente erwarb. Die Ausstellung stellt sein Lebenswerk vor wie auch die Anfänge der deutschen Motorfliegerei und ihre Pioniere.

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