Hilfsangebote zu Hauf

Einkaufs- und andere Services: Solidarität in Zeiten von Corona

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Helferinnen der Pfarrei St. Severin bringen zur Zeit täglich Essenspakete ins Garchinger Seniorenzentrum am Mühlfeldweg. Die Tüten im Bild sind für den Bereich „Betreutes Wohnen“ bestimmt. Von links: Gisela Gärtner, Leiterin Karen Reisinger und die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Nicola Gerhardt. 

Die Hilfsbereitschaft wächst. In Notzeiten entdecken die Menschen ihre soziale Ader. Man kauft für andere ein, man hört sich die Sorgen und Nöte der Mitmenschen an. Freilich am Telefon, weil Kontakte gilt es wegen Corona ja zu vermeiden. Ganz vorne mit dabei sind Kirchengemeinden und Vereine.  Selbst die Kommunen ziehen mit und leisten ihren Beitrag, wenn es darum geht, den Menschen ihren Alltag, der zunehmend in den eigenen vier Wänden stattfindet, zu erleichtern. 

München-Nord: Die Gastronomie weiß sich zu helfen, in Zeiten, in denen Kneipen, Cafés und Restaurants geschlossen sind. Das Zauberwort in diesem Fall lautet „Lieferservice“. Die Stadt Garching hat jetzt eine Liste zusammengestellt, was und bei wem man sich etwas bestellen und frei Haus liefern lassen kann. Auch „Take Aways“ sind darunter.  

Garching: Hilfe in Corona-Zeiten

Zeichen, dass die Not erfinderisch und auch hilfsbereit macht, gibt es genug. Der Deandlverein Hochbrück, der Burschenverein Ismaning, die evangelischen und die katholischen Kirchen, ja, sogar die Kommunen gehen in Zeiten von Corona Kooperationen ein, um den Menschen Hilfe zu leisten, die es zur Zeit am Nötigsten haben. Das sind vordergründig natürlich schwache, kranke und alte Menschen. Aber eben nicht nur. Auch die Jungen sind von der Corona-Krise betroffen. Etwa in Unternehmen, die in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind.

Die Stadt Garching dreht deshalb an der Steuerschraube. Wer wirtschaftliche Probleme hat, kann eine Reduzierung beziehungsweise eine Stundung der Gewerbesteuer beantragen. Die Vorauszahlungen für das laufende Jahr 2020 können vereinfacht herabgesetzt werden. Bei erheblichen finanziellen Schwierigkeiten besteht auch die Möglichkeit, für anstehende Forderungen aus Vorjahren einen Antrag auf Ratenzahlung oder zinslose Stundung von vorerst drei Monaten zu stellen. 

Auch der Burschenverein Ismaning hat einen Einkaufsservice eingerichtet und schon einmal fleißig Lebensmittel sortiert. 

Damit nicht genug, nicht nur Garching, auch andere Kommunen im Münchner Norden haben eine „Corona-Hotline“ per Telefon und per Mail eingerichtet. Die telefonische Corona-Hotline ist unter Tel. 089/32089-470 zu erreichen und zu diesen Zeiten besetzt: Montag bis Mittwoch von 8 bis 16 Uhr. Donnerstag von 8 bis 18 Uhr und Freitag von 8 bis 12 Uhr. Es können auch Mails in der Sache geschickt werden an corona@garching.de.

Fußball: Einkaufen statt trainieren

Apropos Hotline: Der VfR Garching und die Stadt bieten jetzt ebenfalls einen Einkaufservice an. Die Aufgaben sind dabei klar verteilt: Die Fußballer gehen einkaufen und übernehmen den Lieferservice nach Hause, die Stadt Garching organisiert die Telefonhotline, bei der die Bürgerinnen und Bürger die Einkaufshilfe anfragen können. Besorgt werden Produkte des täglichen und unbedingten Bedarfs, also etwa Lebensmittel, Pflegeprodukte oder Medikamente. 

Aber auch etwa Postgänge werden angeboten. „Die Leute brauchen diese Dinge, können sie aber nicht selbst besorgen. Was liegt da näher, als sich in solchen Zeiten wirklich als Mit-Bürger zu zeigen und zu helfen? Und die Jungs haben eh keine Schule, und Fußballtraining ist jetzt ja auch nicht“, so die Initiatoren der Aktion, die mit der Idee auf die Stadt zukamen.

Garchings Bürgermeister Dietmar Gruchmann brauchte sich nicht lange überreden zu lassen: „Bei so etwas kann man zu Recht stolz sein auf seine Garchinger! Wir haben alles Notwendige sofort in die Wege geleitet, zumal wir auch schon einen ähnlichen Plan hatten.“ Die Nummer der Hotline in Garching lautet: Montag und Freitag 089/320 89 460 und an Samstagen 089/320 78 87.

Quelle: freising-online

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