Engagement ohne Grenzen

(hb)

· Langeweile ist für den Oberschleißheimer Peter Benthues ein Fremdwort. Der Pensionär und zehnfache Großvater engagiert sich immer noch in den verschiedensten Bereichen. Ob als CSU-Stadtrat, Pfarrverbandsvorsitzender oder als Vorsitzender des Münchner Bildungswerks, der 1937 in Schlesien geborene Benthues setzt seine Passion für das Gemeindeleben um: „Ich will für eine lebendige und freiheitliche Gemeinschaft sorgen.“ Nach seiner Vertreibung aus Schlesien, wo er mit großer Not in Kontakt kam, war Peter Benthues später zwei Jahre bei der Bundewehr tätig und begann anschließend mit seinem Jura-Studium an den Universitäten in Tübingen, Berlin und Würzburg. Nach dem Abschluss arbeitete er in der inneren Verwaltung des Innenministeriums, war dort persönlicher Referent des Ministers und wechselte 1974 als Verwaltungschef zum jetzigen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. 1981 zog er schließlich nach Oberschleißheim, wo er seine Tätigkeiten fürs Gemeinwohl gleich im darauffolgenden Jahr als Pfarrgemeinderatsvorsitzender begann, ein Amt das er bis heute bekleidet. Beim Münchner Bildungswerk, welches das größte seiner Art in Deutschland darstellt, ist der Oberschleißheimer Chef von 50 hauptberuflichen Mitarbeitern, er selbst verrichtet seine Arbeit dort ehrenamtlich. Diese Verantwortung bringt naturgemäß einen großen Arbeitsaufwand, was ihm angesichts der kommenden Ziele aber viel Freude bereitet. Dort will er die Erwachsenenbildung weiter voranbringen, die Leute in der Persönlichkeitsbildung stärken, ihnen bei der Lebensführung helfen und das christliche Menschenbild näherbringen. Er selbst schöpft aus dem Glauben zu Gott immer neue Kraft um anderen möglichst intensiv zu helfen. Peter Benthues engagiert sich ebenfalls bei der Bürgerinitiative „Bahn im Tunnel“, die er einst mitbegründete und als Vorsitzender anführt. Die Vision lautet, dass die Gleise der S1 in den Gemeindegebieten von Oberschleißheim, Unterschleißheim, Eching und Neufahrn in Zukunft unterirdisch verlaufen. Derzeit gibt es neuen Ärger angesichts der Diskussionen, ob auf der Trasse der Güter- und Fernverkehr verstärkt abgewickelt werden soll. Benthues: „Ich weiß, dass die Tunnellösung sehr viel Geld kostet. Aber warum soll sie bei einer vernünftigen Verkehrsplanung nicht möglich sein.“ Dieses Ziel ist Zukunftssache, ein weiteres Projekt realisiert der 72-Jährige aber aktuell. Er setzte sich für eine Versöhnung mit den polnischen Nachbarn ein. Dank seiner langjährigen Mitgliedschaft im Kreisrat konnte er über den Kontakt mit dem Partner-Landkreis Krakau ein Jugendhaus der Begegnung in Oberschleißheim auf die Beine stellen. Dieses wird in Kürze eröffnet und dort sollen sich Jugendliche aus Deutschland, Polen und anderen Ländern treffen um Gedanken über Frieden und Versöhnung zu pflegen. Eine lebenswerte und nachhaltige Welt den Kindern übergeben, das ist Benthues besonders wichtig. Auch die kommenden Jahre sind für den Oberschleißheimer voller Ziele und Aufgaben. Das Zusammenwachsen der beiden Pfarreien liegt ihm am Herzen, außerdem will er allen Menschen in Not ein lebenswürdiges Dasein ermöglichen. Als Politiker kümmert er sich darum, dass in der Gemeinde ein lebendiges Wachstum erreicht wird und sich alle dort wohl fühlen. Ein ganz wichtiger Punkt in Benthues Leben sind aber auch die zehn Enkelkinder und auch um diese will er sich „möglichst intensiv“ kümmern. .

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