Die Entscheidung fällt am 4. März

(hb)

· Als einzigen öffentlichen Tagesordnungspunkt hatte der Stadtrat in seiner vergangenen Sitzung den Antrag zu einem Bürgerentscheid über Hochhäuser zu beraten. Die Bürgerinitiative „Stadt mit Maß“ will die Unterschleißheimer darüber abstimmen lassen, ob derartige Bauten in Zukunft eine Höhe von maximal 50 Meter haben dürfen. Ulrich Starke von der Bürgerinitiative begründete in der Sitzung das Bürgerbegehren. Beispielsweise würden durch massive Bauten wie die „Menlo Towers“ deutlich mehr neue Leute von Außerhalb nach Unterschleißheim kommen. Dabei sei schon jetzt kaum neuer Wohnraum möglich, dazu die Kapazitätsgrenzen für den Verkehr bereits mehr als ausgereizt: „Schon jetzt gibt es im ständig Stau, mit den Menlo-Towers würde der Verkehr noch einmal um zehn Prozent steigen.“ Auch wäre der Leerstand von Büroflächen in den vergangenen Jahren massiv gestiegen, liege in München schon bei 18 Prozent. Der Bedarf wurde daher angezweifelt. Den von der Verwaltung angestrebten Wahltag am 4. März wollte Starke möglichst um zwei Wochen verschieben: „Wir brauchen einfach noch mehr Zeit." Bernd Knatz (ÖDP) unterstützte das Begehren und auch die Verschiebung: „Plakate zu gestalten und zu drucken dauert lange.“ Von den Grünen meldete sich Brigitte Huber zu Wort: „Auch wir haben kein Problem mit einer Begrenzung auf 50 Meter. Damit würde das Stadtchaos in Sachen Bau endlich eingegrenzt.“ Die für das Bürgerbegehren erforderlichen 1611 Unterschriften hatten die Organisa- toren zum Stichtag locker zusammen, bis zur Sitzung hatten sich sogar 1912 Bürgerinnen und Bürger Unterschleißheims eingetragen. Von daher war das Quorum erfüllt und der Stadtrat stimmte dem Antrag einmütig zu, Durchführungskosten von etwa 20.000 Euro kommen auf die Stadt zu. Die Räte von CSU und SPD stimmten allerdings gegen eine Verschiebung, so wird das Bürgerbegehren für eine Begrenzung von Hochhäusern am 4. März über die Bühne laufen.

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