Erste Badesaison am Hollerner See

Der erste Schritt zum Freizeitparadies: Am Hollerner See hat der Erholungsflächenverein den ersten Bauabschnitt einer Bade- und Erholungslandschaft eröffnet. mm/ Foto: M. Mayer

(mm)

· Der erste Schritt zum Freizeitparadies bei Eching ist getan. Der Erholungsflächenverein zur Sicherstellung überörtlicher Erholungsgebiete in den Landkreisen um München konnte gemeinsam mit den Zweckverbandsgemeinden Eching und Unterschleißheim den ersten Bauabschnitt Hollerner See seiner Bestimmung übergeben. Zunächst stehen jetzt am Südufer Liegewiesen, ein Sandstrand, Wasserwachtstation, Seepromenade mit Sitzstufen, WC-Anlage, Kiosk und 600 Parkplätze zur Verfügung. In absehbarer Zeit, so heißt es, soll eine ganzjährig geöffnete Gaststätte gebaut werden. Das am gegenüberliegende Ufer aktive Kieswerk wird seinen Betrieb 2017 einstellen. Bis dahin soll das gesamte Areal mit dann über 90 Hektar, davon 30 Hektar Wasserfläche, der Naherholung gewidmet sein. Dachaus Landrat Hansjörg Christmann erinnerte als Vorsitzender des Erholungsflächenvereins an die lange Entstehungsgeschichte des neuen Areals, die in die 80er Jahre zurück reicht. Realisiert wurde das Projekt dann aber in den vergangenen zweieinhalb Jahren. 13000 Quadratmeter Fläche wurden im Bauabschnitt I kultiviert, 300 Bäume gepflanzt, hunderte Sträucher gesetzt und 51000 Tonnen Kies verbaut. Der westliche Abschnitt bietet vom Steilufer aus einen freien Blick, der dereinst noch schöner wird, wenn das Kieswerk der MKU seinen Betrieb eingestellt hat. Dann wird der Hollerner See von der Größe als Naherholungsbiet um München nur noch vom Langwieder See übertroffen. 3,1 Millionen Euro hat der Naherholungsverein, mit seinen 64 Gebietskörperschaften, für den Ausbau investiert. Wie Bürgermeister Josef Riemensberger sagte, habe die Gemeinde Eching zudem 7,7 Millionen Euro in den Grunderwerb investiert und die Münchner Kiesunion hat bisher ebenfalls bereits 1,5 Millionen Euro in die Rekultivierung gesteckt. Den Unterhalt des Areals wird der Zweckverband der Gemeinden Unterschleißheim und Eching zu leisten haben. Riemensberger monierte in dem Zusammenhang den ablehnenden Bürgerentscheid Unterschleißheims, der den ergänzenden Bau einer Therme verhindert hat: „ Es ist nicht sinnvoll mit einem Bürgerentscheid einseitig die Zusammenarbeit in Frage zu stellen.“ Unterschleißheims Bürger- meister Rolf Zeitler erinnerte an die ehedem geplante militärische Nutzung des Geländes als Vorbehaltsfläche B und Standortübungsplatz. Die Nachnutzung sei nun wirklich bestens gelungen.

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