Alle Bemühungen waren zwecklos

Fitnesshaus Unterschleißheim vor dem Aus

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Gähnende Leere wie hier, herrschte im Fitness Haus bis dato nie. Ganz im Gegenteil, das Studio zählt 1400 Mitglieder. Darunter ein großer Anteil an Stammkunden. Dass die Betreiber jetzt schließen müssen, ist für alle Beteiligten richtig bitter.

Die Betreiber des Fitness-Hauses in Unterschleißheim haben wirklich alle Hebel in Bewegung gesetzt um ihr Studio zu erhalten. Nach einer Kündigung und einem Rechtsstreit stehen sie jetzt aber endgültig vor dem Aus. Zum Jahreswechsel ist Schluss. Sehr zum Leidwesen von 1400 Mitgliedern und einem gewachsenen Stammpublikum. Ganz zu schweigen von sechzehn Mitarbeitern.

Enttäuschung ist riesengroß. Die Betreiber des Fitnesshauses an der Gutenbergstraße stehen vor dem Aus. Zum 31. Dezember gehen in dem beliebten und zertifizierten Fitness-Studio endgültig die Lichter aus. Betroffenheit darüber herrscht auch und gerade unter den 1400 Mitgliedern und einem eingespielten Team von sechzehn Mitarbeitern. Dabei hätte das alles nicht sein müssen. Fitness-Haus-Gründer Hermann Poppen und Junior-Chef Nico hatten alle Hebel in Bewegung gesetzt und wirklich alles dafür getan, dass das seit 2009 bestehende „Fitness Haus“ noch eine Perspektive hat. 

Dem endgültigen Aus ging nämlich ein achtzehnmonatiger Rechtsstreit über zwei Instanzen mit den Eigentümern der Immobilie voraus. Die hatten in jüngster Zeit noch dazu einige Male gewechselt, wie Hermann Poppen jetzt in einem Pressegespräch erklärte. Er sprach von Investmentfonds, die natürlich an Gewinnmaximierung interessiert seien. Mir nichts dir nichts die Flinte ins Korn geworfen haben die Betreiber dennoch nicht. Auf der Suche nach Alternativen sei man auf die Idee gekommen, das Studio nach einer gewissen Übergangszeit komplett an den SV Lohhof abzugeben. Sprich, die Betreiber hätten sich binnen zwei, drei Jahren aus dem Geschäft zurückgezogen, um sich dann voll und ganz auf ihr zweites Standbein, eine Firma namens „Well United“ zu konzentrieren. 

Das Angebot hätte so erhalten bleiben können. Leider sei es aber zu keinem Einvernehmen, respektive nicht einmal zu einer nennenswerten Reaktion des Vereins gekommen, wie Poppen jetzt bedauerte. Somit ist eine Situation eingetreten, die Hermann Poppen für „alternativlos“ und ganz bitter hält. Am meisten darunter zu leiden haben seiner Meinung nach die Mitglieder. Es seien viele Senioren und Leute darunter, die es schätzen würden zu einer gewachsenen „Commutiy“, ja zu einer Art „Familie“ zu zählen. Dass es all das jetzt bald nicht mehr geben soll, kann man sich kaum vorstellen, bei einem Fitness-Studio, komplett ausgestattet mit Spitzengeräten und einem ebenso hochmodernen, wie äußerst geschmackvoll gestaltetem Ambiente. Was nun geschehen soll, hört sich dagegen direkt traurig, aber auch nach aller Ehren wert an. Gründer wHermann Poppen zufolge sollen die Geräte jetzt zunächst einmal bei Freund eingelagert werden. Danach kann sich der Gründer des Fitness Hauses vorstellen, die Geräte etwa Polizeieinrichtungen, Schulen oder Kindergärten zur Verfügung zu stellen.

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