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Freiflächen für Fotovoltaik?

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Isma

ning (cr) · Die Vorstellung, mehrere Hektar Freiflächen mit Fotovoltaikanlagen zu bebauen, erzeugt in Ismaning ein gemischtes Echo. Auf der einen Seite steht die Möglichkeit, umweltverträglicher Energiegewinnung, auf der anderen die Angst, Landschaft und Landwirtschaft zu schädigen. Hintergrund für die Debatte ist das bekundete Interesse verschiedener Firmen, in der Umgebung von Ismaning großflächige Fotovoltaikanlagen zu errichten. Laut Vorgabe des Landesentwicklungsprogramms Bayern (LEP) müssen derartige Anlagen in unmittelbarer Nähe zu bebauten Gebieten errichtet werden, um unter anderem eine Zersiedelung der Landschaft zu verhindern. Offensichtlich hat nun aber die Regierung von Oberbayern der Gemeinde signalisiert, dass dieses Anbindungsgebot generell unter bestimmten Voraussetzungen gelockert werden könne, zum Beispiel wenn mit keiner erheblichen Beeinträchtigung der Natur zu rechnen sei. Jagdgenossenschaft und Ortsbauernverband haben sich bereits gegen die Anlagen ausgesprochen und auch im Gemeinderat gibt es Vorbehalte. Naherholungsgebiete, Naturschutzbelange und Landwirtschaft müssten berücksichtigt werden, so Walter Stenner von der CSU. Annette Hasselmann von den Grünen mahnte hingegen, sich nicht grundsätzlich vor den Anlagen zu verschließen. Es gehe vor allem um Lösungsansätze für die Energieversorgung der Zukunft. Außerdem halte sie eine Grundsatzdebatte über Fotovoltaikanlagen ohne konkrete Flächen, über die zu diskutieren sei, für zu abstrakt. Die Verwaltung in Ismaning wird nun ein Flächenkonzept erstellen, um zu klären, wo und in welchem Umfang Fotovoltaikanlagen in der Umgebung von Ismaning aufgestellt werden können.

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