„Katastrophale Verhältnisse“

Friends without Borders: Coronahilfe für Ghana 

Not macht erfinderisch: Diese Kinder haben sich Gesichtsmasken selbst geschneidert. 

Die Corona-Krise macht auch vor Afrika nicht halt. Im Gegensatz zu Westeuropa herrschen dort aber ganz andere hygienische Verhältnisse. Fließendes Wasser ist oft Fehlanzeige, es muss aus Brunnen geschöpft und von weit hergeholt werden. 

Unterschleißheim- Vernünftiges Händewaschen wie es in Zeiten von Covid19 ratsam ist, ist schlicht unmöglich. Der Unterschleißheimer Verein „friends without borders“, der in Ghana einige Hilfsprojekte betreibt, hat bereits reagiert und entsprechende Wasserkanister angeschafft. Das reicht aber nicht. Wie die Vereinsvorsitzende Petra Halbig jetzt mitteilte will man große Wasserkanister kaufen, die dann an zentralen Orten aufgestellt werden können. Damit wäre vielen Menschen geholfen.

Unterstützung gesucht: Wasserkanister dringend benötigt 

Auch Metallgestelle für die Wasserbehälter wären gut, damit man sie besser nutzen kann. Die sogenannten „Veronica-Buckets“ sind aber nicht ganz billig. Deshalb ruft der Verein jetzt verstärkt zu Spenden auf.In den ghanaischen Dörfern, die der Verein „friends without borders“ unterstützt, herrschen aufgrund der Corona-Krise teils „katastrophale Verhältnisse“, wie die Vorsitzende Petra Halbig jetzt gegenüber dem Forum im Münchner Norden erklärte. Zwar gelten ähnliche Verhaltensmaßregeln wie bei uns, aber daran halten kann man sich quasi nicht. 

Das geht laut Halbig schon beim Händewaschen los.  „Gerade hier setzt unsere Unterstützung an: Wir haben schon acht große Kanister gekauft, möchten aber noch mehr solch großer Wasserkanister kaufen, die an zentralen Orten aufgestellt werden können. Wenn genug solcher einfacher Wasserstellen“ in den Ortschaften zur Verfügung stehen und genug Wasser in den Gefäßen vorhanden ist, wird es mehr Personen möglich sein, die Hygieneregeln einzuhalten. 

Am Besten wäre es, wenn wir die sogenannten „Veronica-buckets“ kaufen könnten. Wenn auch teurer in der Anschaffung, wäre dies eine nachhaltigere Investition. Bei den „Veronica-buckets“ handelt es sich um ein Metallgestell, an dem oben ein Wasserbehälter, unten ein Auffangbecken für das Abwasser und ein Seifenhalter befestigt werden kann. 

Die ersten Wasserbehälter sind angekommen. Das reicht aber noch lange nicht. 


Diese Stellagen sind deshalb eine wichtige und nachhaltige Investition, da sie mobil sind und auch nach der Corona-Zeit zum Beispiel in der Schule oder bei anderen Versammlungen Verwendung finden können. Seife und Handtücher sind zwar in Ghana verfügbar, jedoch derzeit aufgrund der großen Nachfrage sehr teuer. Die Menschen können sich diese Hygieneutensilien derzeit kaum noch leisten. Die Hygiene ist das eine, das nackte Überleben das andere.

Laut Halbig hat man in Ghana im Zuge der Corona-Krise eine Ausgangssperre verhängt. Die ist aber für viele nicht einzuhalten, weil sie für ihren Lebensunterhalt sorgen müssen, was von zuhause aus kaum möglich ist. Sprich, nur wer sein Haus verlässt kann Arbeiten gehen, sich was zu Essen oder zu Trinken besorgen.

Einen öffentlichen Personen-Nahverkehr wie hierzulande gibt es nicht. Die Menschen quetschen sich zuhauf in VW-Busse. „Mindestabstand vergiss es,“ sagt Halbig. Deshalb überlegt man jetzt Lebensmittel nach Ghana zu schicken, um wenigstens die größte Not etwas lindern zu können. Deshalb bittet sie: Helfen Sie uns, die Menschen in Mafi Dadoboe und Wute im Kampf gegen Covid19 zu unterstützen. Jede noch so kleine Zuwendung kann Gutes bewirken. 

Spendenkonto:Raiffeisenbank München Nord IBAN DE 25 7016 9465 0000 4535 01. BIC GENODEF1M08.

Quelle: freising-online

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