Mathematikstudenten pflanzen Gemüse an

Ein Studentenleben lang glücklich

Ein Garten macht glücklich, aber auch viel Arbeit: Kathrin Ruf, Wolfgang Schmid und Christian Kredler (v.l.n.r.) in ihrem Projektgarten gegenüber des LRZ an der TUM Garching. Foto: Funk

Willst du einen Tag lang glücklich sein, betrinke dich. Willst du eine Woche lang glücklich sein, schlachte ein Schwein. Willst du ein Leben lang glücklich sein, so schaffe dir einen Garten an“, heißt es in einem chinesischen Sprichwort. Zumindest für ein Studentenleben lang erfüllt sich dieser Wunsch für Wolfgang Schmid und 20 seiner Kommilitonen an der TU München in Garching. „Ich fand die Idee, eigenes Gemüse anzubauen, ganz cool. Aber wenn man in einer Studenten-WG ohne Garten wohnt, hat man dazu keine Möglichkeit“, erzählt Wolfgang Schmid.

„Willst du einen Tag lang glücklich sein, betrinke dich. Willst du eine Woche lang glücklich sein, schlachte ein Schwein. Willst du ein Leben lang glücklich sein, so schaffe dir einen Garten an“, heißt es in einem chinesischen Sprichwort. Zumindest für ein Studentenleben lang erfüllt sich dieser Wunsch für Wolfgang Schmid und 20 seiner Kommilitonen an der TU München in Garching. „Ich fand die Idee, eigenes Gemüse anzubauen, ganz cool. Aber wenn man in einer Studenten-WG ohne Garten wohnt, hat man dazu keine Möglichkeit“, erzählt Wolfgang Schmid.

So fragte der Mathematikstudent im Frühjahr dieses Jahres bei der TUM in Garching an, ob man ihm weiter helfen könne. Gemeinsam mit Projektleiter Christian Kredler und Herrn Kollmannsberger, Leiter des Technischen Betriebs der TUM, sowie 20 Mitstudenten und fünf Mitarbeitern der Fakultät wandelte er eine Brachfläche gegenüber dem Leibniz-Rechenzentrum in einen kleinen Garten um und pflanzte Zucchini, Zuckermais, Radieschen, Fenchel, Salat, Basilikum, Kürbis und auch Exotisches wie Physalis und vieles mehr. Jeder, der sich an dem Projekt beteiligt, darf auch ernten. Denn ohne eine gehörige Portion Idealismus wäre dies nicht möglich, erklärt Christian Kredler. 

Die Pflanzen brauchen Wasser, müssen zurecht geschnitten werden, das Unkraut muss gejätet werden. Allein für das Gießen sei man etwa eine Stunde beschäftigt - das Wiederauffüllen des großen Wasserbottichs nicht mit gezählt. Die Nähe zum Bach sei zwar ein Vorteil – doch die 500 Liter pro Gießen müssen per Handpumpe gefördert werden. „Wir hatten einige Ideen, wie man das einfacher gestalten kann – aber so recht hat nichts funktioniert“, lacht Schmid.

So sei es gerade in den Semesterferien ein Segen für den kleinen Garten gewesen, dass es heuer im Sommer viel geregnet hat. Doch nicht nur das Wetter war auf der Seite der studentischen Gärtner. „Wir hatten kaum Schädlinge“, freut sich Kathrin Ruf, Mitarbeiterin im Servicebüro Mathematik und ebenfalls begeisterte Gärtnerin, und auch die Garchinger hätten sich von dem Projekt begeistert gezeigt. „Für gewöhnlich gibt es ja bei jedem neuen Projekt irgendwelche Quertreiber“, sagt Kredler. „Aber hier hatten wir nur positives Feedback.“ Schmid ergänzt: „Viele Spaziergänger sind stehen geblieben und haben gefragt, was wir da machen. Da ergaben sich schöne Gespräche über den Gartenzaun hinweg.“ Auch viele Studenten waren gleich Feuer und Flamme. 

In zwei Jahren ist Schmid mit seinem Mathematikstudium fertig. Danach soll der Garten auch ohne ihn weiter gepflegt werden. „Ich möchte im nächsten Jahr deutlich mehr delegieren und mehr Leute in das Projekt einbinden.“ Doch bis dahin haben Schmid, Kredler und Ruf noch viele Pläne: Eine Sitzbank, ein Kompost, ein Unterstand für das Werkzeug. Auch die Bepflanzung soll überdacht werden: Die Karotten sind teilweise zu eng gesetzt worden und konnten kaum wachsen, die Radieschen dagegen hatten so viel Platz, dass sie riesig wurden. 

Und auch die Kinder des Ingeborg-Ortner-Kinderhauses sollen den Weg wieder zurück in den Garten finden, wünscht sich Christian Kredler. „Sie waren hier beim Pflanzen ganz fleißig dabei – aber leider waren die Mücken ziemlich böse. Aber vielleicht schauen sie ja nochmal vorbei und ernten etwas Gemüse.“

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