Digitalisierung spielt große Rolle

Garchinger Grüne mahnen die Mobilitätswende an

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Die Verkehrspolitik auf den Prüfstand gestellt haben (v. l.) die Podiumsdiskussionsteilnehmer Grünen-Landratskandidat Christoph Nadler, MdB Dieter Janecek und Prof. Dr. Hamacher. 

Die Garchinger Grünen haben bei einer Podiumsdiskussion Wege zu einer erfolgreichen Verkehrswende aufgezeigt. Demnach spielt die Digitalisierung eine große Rolle dabei. Es herrschte Konsens, dass es die Chancen des digitalen Zeitalters zu nutzen gelte. Gleichzeitig müsse man einen entsprechenden Ordnungsrahmen schaffen.

Bei der gut besuchten Podiumsdiskussion der Grünen im Römerhof zeigten die Teilnehmer Wege zu einer erfolgreichen Mobilitätswende in Garching und dem Landkreis auf. Konsens dabei war, dass die Digitalisierung im Verkehr viele Chancen und Möglichkeiten bietet, aber unbedingt von einem Ordnungs- und Planungsrahmen begleitet sein muss. Prof. Dr. Hamacher (TUM, Lehrstuhl für Erneuerbare und Nachhaltige Energiesysteme) betonte, wie wichtig die Siedlungspolitik für die Verkehrsplanung ist. Er wünscht sich in Garching eine dichtere Bebauung und mehr Stockwerke in den Neubaugebieten um neue Verkehrskonzepte und einen besseren ÖPNV zu ermöglichen. An seinem zweiten Forschungsstandort in Singapur könne man sehen, wie bei guter Planung diese Verdichtung sogar mit einem Mehr an Naturerfahrung und sozialem Austausch einhergehen kann. 

Dieter Janecek (MdB BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) will indes die Politik in die Pflicht nehmen und und erreichen, dass Investitionen und Flächen vom Auto hin zu Fahrrad, Fußgängerinnen und ÖPNV verschoben werden, wie er sagte. Andernfalls drohe durch Dienste wie Uber oder selbstfahrende Autos sogar ein Mehr an Stau und Emissionen. Im Hinblick auf die Umverteilung von Flächen wurde auch von Prof. Hamacher die Situation in Garching kritisiert, wo sich vielerorts Radfahrer und Fußgänger die Gehwege teilen müssten. Landratskandidat Christoph Nadler fügte noch hinzu „Die Verkehrswende im Landkreis München kann nur durch enorme Investitionen in neue Technik gelingen!“. So müssten etwa S- und U-Bahn-Ausfälle und mangelnde Fahrgastinformationen aufgrund hoffnungslos veralteter Technik endlich der Vergangenheit angehören. Dabei könne der ÖPNV, etwa durch Einsparungen mittels autonomen Fahrens, für die Fahrgäste am Ende auch billiger werden, wie es hieß.

Quelle: freising-online

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