Handballerinnen des TSV

Trainingslager ist kein Ponyhof

Die Damen 1 übten mit der A-Jugend im Trainingslager.

Die Vorbereitung geht langsam aber sicher in die „heiße“ Phase: In vier Wochen steht für die Bayernliga-Handballerinnen des TSV Ismaning das DHB-Pokalspiel gegen Zweitliga-Aufsteiger SG H2Ku Herrenberg auf dem Programm, eine Woche später startet die Liga. Melanie Leitl und Magdalena Frey gehen mit großer Vorfreude in die neue Saison.

Die Vorbereitung geht langsam aber sicher in die „heiße“ Phase: In vier Wochen steht für die Bayernliga-Handballerinnen des TSV Ismaning das DHB-Pokalspiel gegen Zweitliga-Aufsteiger SG H2Ku Herrenberg auf dem Programm, eine Woche später startet die Liga. Melanie Leitl und Magdalena Frey gehen mit großer Vorfreude in die neue Saison.

Frühes Aufstehen ist angesagt. Um neun Uhr steht die erste von zwei Trainingseinheiten des Tages auf dem Plan – und das an einem Samstag. Trainingslager ist schließlich kein Urlaub. Doch das stört nicht, im Gegenteil. Melanie Leitl und Torhüterin Magdalena Frey sind gerne hier. Die beiden 17-Jährigen fühlen sich absolut wohl im Kreise ihrer Teamkolleginnen. „Es ist einfach schön, wie wir als junge Spielerinnen aufgenommen werden. Wir können jeden um Rat fragen“, freut sich Leitl. Frey fügt unverzüglich hinzu: „Wir sind einfach eine lockere Truppe. Es gibt keine Probleme.“

Während Frey vergangene Saison noch bei der HSG Würm-Mitte in der Landesliga gespielt hat, musste Leitl aufgrund eines Kreuzbandrisses passen. Der ist nun überstanden. „Es ist nicht schwer, für mich reinzukommen, auch wenn es schon komisch ist, ein Jahr nicht dabei gewesen zu sein“, erzählt die Rückraum- und Außenspielerin. „Ich merke, dass mir die Spielpraxis noch fehlt, aber das spornt mich nur an.“ An Kampfgeist mangelt es ihr nicht. Genau deswegen ist sie auf einem sehr guten Weg.

Gleiches gilt auch für Magdalena Frey. Schon beim Supercup gegen den HaSpo Bayreuth hat sie eine sehr gute Leistung geboten und bewiesen, dass sie der sichere Rückhalt sein kann, der so wichtig ist für eine Mannschaft. „Wenn viel erwartet wird, will man auch viel zeigen“, gibt sich die Torhüterin selbstbewusst. „Und wenn es mal nicht so läuft, sind ja auch noch andere da.“

Frey war auch einer der Garanten für den Erfolg bei der deutschen Meisterschaft im Beachhandball, den „German Open“ im niedersächsischen Wildeshausen. „Die Brüder“, das Damenbeachteam des TSV Ismaning, hat sich dort den Titel  gesichert. „Ein außergewöhnliches Erlebnis. Eigentlich spielen wir im Sommer Beachhandball nur zur Gaudi. Einfach sensationell, was wir dort erreicht haben.“ Und damit noch nicht genug. Im November ist Gran Canaria der Schauplatz des EHF Beachhandball Champions Cups, quasi der Europameisterschaft.

Nicht nur Frey, sondern auch Leitl, ebenfalls im Team der „Brüder“, freut sich riesig darauf:  „Dort dabei zu sein ist schon traumhaft. Wir wissen zwar noch nicht, welche Länder ebenfalls mitspielen. Aber natürlich werden wir auch dort alles geben und wollen erfolgreich sein.“

Doch bis dahin sind es noch knapp drei Monate und die Bayernliga dann schon in vollem Gange. Darauf richtet sich derzeit der Fokus. Obendrein stehen beide im Kader der A-Jugend Bundesligamannschaft, was eine genauso anspruchsvolle Herausforderung ist. Das gemeinsame Trainingslager in Bad Tölz der Damen 1 mit der A-Jugend ist deswegen eine wichtige Sache. „Ich erwarte mir, dass der Spielfluss besser wird. Denn außer auf dem Beachplatz haben wir mit der A-Jugend noch nicht viel trainiert. Da müssen wir jetzt reinkommen, denn da geht jetzt das Training eigentlich erst richtig los“, weiß Leitl.

An der richtigen Einstellung und dem nötigen Ehrgeiz mangelt es sowohl Melanie Leitl als auch Magdalena Frey jedenfalls nicht. Beide wollen in dieser Saison viel erreichen mit den „Isis“ – und dafür holen sie alles aus sich heraus. Da ist es auch völlig egal, wenn im Trainingslager früh der Wecker klingelt. Viel Zeit, sich darüber Gedanken zu machen, bleibt ohnehin nicht. Nach der Mittagspause steht schon die zweite Einheit des Tages an. Ein Trainingslager ist eben nicht zur Erholung gedacht. Und bekanntlich heißt es nicht umsonst: Ohne Fleiß keinen Preis.

Quelle: freising-online

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