Handelsstreit USA/China

Schreiner Group schlägt sich tapfer

+
Vor kurzem waren zwei chinesische Produktionsmitarbeiter der Schreiner Group am Hauptsitz in Oberschleißheim, um sich intensiv mit der Produktionstechnologie vertraut zu machen. 

Leicht hat man es als international tätiges Unternehmen derzeit nicht. Die Schreiner Group, ein Oberschleißheimer Unternehmen der druck- und folienverarbeitenden Industrie, muss sich im Handelsstreit zwischen den USA und China behaupten. Kein leichtes Unterfangen bei dem ganzen Zollstreit und fiesen Währungsschwankungen.

Seit über einem Jahr kämpfen die USA und China in einem Handelskrieg um ihre Positionen. Jetzt erreicht der Konflikt eine neue Eskalationsstufe: China hat seine Währung abgewertet, die USA sprechen von Manipulation. Die chinesische Währungsabwertung und ihre Auswirkungen sind seit vergangener Woche ein großes Thema - mit entsprechenden Folgen für die bayerische Wirtschaft. Seit 2011 betreibt die Schreiner Group, ein Familienunternehmen aus Oberschleißheim, eine Tochtergesellschaft in Shanghai. 

Zunächst fungierte diese als reine Handelsgesellschaft. 2016 eröffnete der bayerische Mittelständler dann auch eine Produktion vor Ort. In China konzentriert sich das Hightech-Unternehmen derzeit auf die Automobil- und elektronische Industrie, zu seinen Kunden in China zählen sowohl internationale Konzerne als auch einheimische Unternehmen. Auswirkungen des Handelskonflikts zwischen China und den USA spürt die Schreiner Group bislang noch wenig. Dennoch beschäftigen die aktuellen Ereignisse den Geschäftsführer Roland Schreiner: „Ein Handelsstreit zwischen diesen beiden Großmächten hat natürlich Auswirkungen auf die gesamte Weltwirtschaft. 

„Und wenn die gesamte Weltwirtschaft betroffen ist, dann sind unsere Kunden betroffen und letztendlich all deren Zulieferer - wie wir selbst auch“, teilte die Schreiner Group jetzt mit. Doch was bewirkt die Währungsabwertung konkret? Sie erleichtert einerseits die chinesischen Exporte und erschwert zugleich Importe nach China. „Beides betrifft die Schreiner Group zum Glück kaum. Unsere Hightech-Funktionsteile treffen in den Kernmärkten Europa und USA selten auf chinesische Wettbewerber. Zudem sind wir mit einer eigenen Produktionsstätte in China gut aufgestellt, so dass uns erschwerte Importe nach China nicht in vollem Umfang betreffen,“ heißt es aus der Chefetage. Es ist geplant, das Werk in der Nähe von Shanghai sukzessive weiter auszubauen. Damit folgt die Schreiner Group nicht dem Trend von Großunternehmen wie Apple und Nintendo, die ihre Produktion in China zumindest teilweise in andere Länder verlagern wollen.

Quelle: freising-online

Auch interessant:

Meistgelesen

Kinder finden den Container „cool“
Kinder finden den Container „cool“
Tino Schlagintweit will es wissen
Tino Schlagintweit will es wissen
Messe und Begegnungstätte
Messe und Begegnungstätte
Hunderte am Start
Hunderte am Start

Kommentare