1. meine-anzeigenzeitung
  2. Lokales
  3. München Nord

Mit „Hinguckern“ zu mehr Sauberkeit?

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Die CSU um Fraktionsvorsitzenden Thomas Guldenkirch hat erneut den „Hinguckdienst“ beantragt.
Die CSU um Fraktionsvorsitzenden Thomas Guldenkirch hat erneut den „Hinguckdienst“ beantragt.

Die

CSU Oberschleißheim hat erneut im Gemeinderat den Antrag gestellt, einen „Hinguckdienst“ für die Gemeinde einzurichten. „Es geht uns nicht darum, die Leute zu überwachen und Hilfssheriffs einzurichten“, betont CSU-Fraktionsvorsitzender Thomas Guldenkirch. Vielmehr gehe es ihm und seiner Fraktion Zufallsprodukte zu vermeiden. Es laufe immer gleich ab: Ein Gemeinderat sieht etwas oder wird von einem Bürger angesprochen, dass irgendwo irgendetwas im Argen liege. Unter dem Punkt „Bekanntgaben, Anfragen“ wer- de dieser Missstand im Gemeinderat vorgetragen – und daraufhin werde die Verwaltung aktiv. „Doch das sind nur Zufallsprodukte. Es gibt niemanden, der sich konkret darum kümmert“, bemängelt Thomas Guldenkirch. Denn der Bauhof habe andere Aufgaben. Der Vorschlag der CSU ist daher, Rentner auf 400-Euro-Basis zu beschäftigen, die auf ihrem täglichen Spaziergang schauen, ob alles in Ordnung sei und wo etwas getan werden könne. Die „Hingucker“ sollen auf ihren Gängen durch die Gemeinde notieren, was ihnen auffällt und es weitergeben – entweder direkt an die Verwaltung im Rathaus oder an einen Gemeinderat, der es in der nächsten Sitzung vorträgt. So würden etwa Schlaglöcher schneller beseitigt werden können. Auch dem Schmutz könne man so besser Herr werden. In der Parksiedlung wird dieses Problem bereits angegangen mit dem Projekt „Soziale Stadt“. Guldenkirch wünscht sich so etwas für den gesamten Ort Oberschleißheim. Oft ließen sich Missstände in einem freundlichen Gespräch problemfrei beseitigen. „Was zufällig ist, ist nicht geordnet. Wenn niemand hinschaut, dann passiert auch nichts – und wir brauchen jemanden, der hinschaut“, sagt Guldenkirch.Für Oberschleißheim sei es eine schöne Angelegenheit und für die Rentner eine tolle Aufgabe, um zu zeigen, dass ihnen ihr Ort wichtig sei. Die Stimmen aus der Bevölkerung seien gemischt, sagt Guldenkirch. Einige würden den „Hinguckdienst“ befürworten – besonders, da die Idee aus vielen Bürgervorschlägen gewachsen sei. „Es gibt viele Leute, die es interessiert, wie es in ihrem Ort aussieht, wir wissen nur nicht, ob es die Mehrheit ist“, ergänzt Guldenkirch. Bürgermeisterin Elisabeth Ziegler bestätigte, dass der Antrag bislang zwar immer abgelehnt wurde im Gemeinderat, doch auch im fünften Anlauf hätte die CSU natürlich eine Chance, den „Hinguckdienst“ endlich zu installieren – je nach den Mehrheitsverhältnissen im Gemeinderat.

Auch interessant

Kommentare