Behinderten- und Nichtbehinderten Gruppentreff

Inklusion und Teilhabe seit 30 Jahren

(v.l.n.r.): Florian Kubicek, Hans Kopp, Rolf Zeitler, Günther Jokisch, Christoph Göbel, Ibo Harraz, Johanna Krimmer, Stefan Krimmer, Wolfgang Neumeier, Monika Zeitler, Pfarrer Johannes Streitberger.

Bei der 30-Jahr-Feier des Behinderten-und-Nichtbehinderten Gruppentreff war die Stimmung bestens. Fast 200 Teilnehmer waren bei dieser Feier, darunter viele Helfer, Förderer und Gönner und natürlich am Wichtigsten: Menschen mit und ohne Behinderung, die gemeinsam miteinander feiern. Das Programm war abwechslungsreich und ebenfalls ganz im Motto „30 Jahre im Dienste von Inklusion und Teilhabe“, so gehörte Menschen mit und ohne Behinderung gleichermaßen die Bühne.

Den Anfang machte die Ortsvorsitzende und Gründerin des Gruppentreffs, Johanna Krimmer. Sie bedankte sich bei allen, die geholfen haben, den Gruppentreff zu gründen und ihn all die Jahre die Treue gehalten haben, von den Gründungsmitgliedern wie Altbürgermeister Rolf Zeitler und VdK Urgestein Ibo Harraz bis hin zu den aktuellen Förderern wie dem Landratsamt, der Stadt Unterschleißheim (vertreten mit einigen Stadträten, darunter auch Renata Schuster, die ebenfalls in der Gründungszeit des Gruppentreffs mit von der Partie war) und natürlich auch all den treuen Helfern, stellvertretend zu nennen Irmi Mayerhofer, die seit Beginn die Kasse des Gruppentreffs verwaltet. In seinem Grußwort lobte der Erste Bürgermeister Christoph Böck Johanna Krimmer und die Aktiven des Gruppentreffs für ihre vorbildliche, jahrelange Arbeit, „Sie waren einer der Pioniere in diesem Bereich“, so Bürgermeister Böck. Nach einem mitreißenden Auftritt einer Teilnehmerin des Gruppentreffs, die einen berühmten Musiker nachahmte, gab es dann ein herzhaftes gemeinsames Mittagessen, Wirt Karl Herrmann und sein Team sorgten mit Schweinsbraten und Käsespätzle für das leibliche Wohl der knapp 200 Gäste. 

Pfarrer Johannes Streitberger sprach hierzu ein Tischgebet. Nach dem Mittagessen ging es weiter mit den Ansprachen, aber nicht ohne eine weitere Show-Einlage eines Teilnehmers des Gruppentreffs, die ebenfalls mit großem Applaus quittiert wurde. Es folgte Altbürgermeister Rolf Zeitler, gemeinsam mit seiner Frau Monika in der Anfangszeit einer der größten Förderer des Gruppentreffs, der es sehr kurz und prägnant auf den Punkt brachte: „Wenn andere noch geredet haben, hat die Johanna einfach gemacht. Und das ist auch heute noch so.“ Landrat Christoph Göbel, der mit seinem Förderprogramm für Inklusion zu den mittlerweile größten Geldgebern des Gruppentreffs gehört, war als nächster dran: „Gut, dass wir unsere Johanna haben, wir unterstützen den Gruppentreff gerne und aus voller Überzeugung.“ Sehr persönliche Worte fand Ibo Harraz, der von Anfang an mitgeholfen hat, den Gruppentreff die Bedeutung zu geben, die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung haben sollte. „Besonders Deine Familie, Dein Sohn Stefan, der von Beginn an mit dabei war und Dein Mann Rudi, der Dich bis heute im Hintergrund unterstützt, sei hier einmal gedankt.“ Funktionieren kann so etwas wie der Gruppentreff nur, wenn die Finanzierung stimmt. Ein großer Gönner der Selbsthilfegruppe ist Wolfgang Neumeier. Er spendete schon mehrfach größere Beträge, auch diesmal ließ er es sich nicht nehmen und spendete zum 30-Jährigen Jubiläum 500 Euro. 

Kurz vor der letzten Ansprache kam es noch zu einer großen Überraschung: Der Musikantenwirt vom Ausflugslokal Späth-Schötz in Schwandorf kam gemeinsam mit dem Ehepaar Huger zu Besuch. Mit dabei hatte er nicht nur wie immer seine Musikinstrumente, sondern einen ganz großen Scheck: „Ihr wart bei uns zu Besuch und habt so einen positiven Eindruck hinterlassen. Da haben wir einfach mal den Hut rumgehen lassen und alle haben bereitwillig gespendet: Die Feuerwehr, das Festwirtspaar Huger, meine Angestellten - einfach alle haben ihren Geldbeutel ganz weit aufgemacht. Besonders die Hugers haben den Reinerlös eines ganzen Tages für soziale Zwecke gespendet.“ Der Behinderten-und-Nichtbehinderten Gruppentreff setzt sich seit 30 Jahren für Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe ein, länger als es diese Begriffe überhaupt gibt. Jeden Monat treffen sich um die 50 Menschen mit und ohne Behinderung zum Austausch und gemütlichen Beisammensein, dazu kommen noch etliche Fahrten und Ausflüge, so wie der regelmäßige Ausflug nach Schwandorf zum Musikantenwirt, der in diesem Jahr das neunte Mal stattfindet.

Quelle: freising-online

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