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Ismaning wächst beständig weiter

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Zahlreiche Ismaninger folgten Michael Sedlmairs Einladung und trafen sich im Bürgersaal zur alljährlichen Bürgerversammlung. © Funk

Rund 300 Ismaninger folgten der Einladung ihres Bürgermeisters Michael Sedlmair zur traditionellen Bürgerversammlung am Dreikönigstag. In seinem ausführlichen Vortrag nutzte der Rat- hauschef die Gelegenheit, seine Sorgen um den baulichen Wildwuchs in der Ortsmitte kundzutun, sprach über das Sorgenkind Hallenbad und freute sich über das Wachstum innerhalb der Gemeinde.

Zwei Herzensangelegenheiten sprach Bürgermeister Michael Sedlmair bei der diesjährigen Bürgerversammlung an: Den zunehmenden baulichen Wildwuchs in der Ortsmitte und der Umweltschutz. Während bei der Geothermie zwar „nicht alles“ so gelaufen sei „wie wir es uns gewünscht haben“ und es aufgrund der Verlegung der Fernwärmeleitungen „in der Ortsmitte zahlreiche Irrfahrten“ gab, sei das Projekt „vorbildlich“ und so gab es bereits im November 2012 die erste Wärme aus der Geothermie und nicht wie angedacht  erst im April 2013. Weniger vorbildlich, sogar bedenklich sei aber der zunehmende bauliche Wildwuchs in der Ortsmitte. „Wenn uns die Ortsmitte nichts wert ist, ist sie bald nichts mehr wert“, betonte der Bürgermeister. Zu oft sei in der Vergangenheit von den genehmigten Plänen abgewichen. „Wir werden in Zukunft sehr genau prüfen, die Richtlinien enger ziehen und einen Bebauungsplan ausarbeiten“, erklärte Sedlmair. „Ansonsten geht es mit der baulichen Substanz dahin.“ 

Zuversichtlich zeigte sich der Rathauschef beim Sorgenkind Hallenbad, dessen Eröffnung sich etwa ein Jahr verzögert hat: Bis zum Frühling soll es eröffnet sein – und der dauere für ihn bis zum 31. Juli. „Ich bin sicher, das wird ein sehr schönes Bad – auch wenn dann wahrscheinlich alle an den Weiher fahren.“

Positiv sieht der Rathauschef das Wachstum seiner Gemeinde: Rund ein Prozent wachse Ismaning im Jahr und habe nun eine Einwohnerzahl von 16126. Dieses „organische Wachstum“ wolle der Gemeinderat auch weiterhin beibehalten.

Als die Bürger das Wort bekamen, plädierte Ernst Schmidt dafür, eine einheitliche Regelung an der Mayerbacherstraße einzuführen: Zuerst sei die Mayerbacherstraße eine Vorfahrtsstraße und werde dann zu einer Straße mit Rechts-vor-Links-Regelung. Dies sei vor allem für Ortsfremde verwirrend und Schmidt wünschte sich für „mehr Lebensqualität“ den Ausbau der 30er-Zone. Michael Sedlmair erwiderte, dass die Mayerbacherstraße eine beliebte Ausfallstraße für die Landwirte der Gemeinde sei und dass das ständige Bremsen und Anfahren für die schweren Fahrzeuge problematisch sei. „Wir werden dies aber nochmals prüfen“, versprach er.

Besorgt zeigte sich ein Bürger über die gesunkene Steuerkraftzahl. „Kann man daraus auch auf die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde zurückschließen?“, fragte er. Die Gewerbesteuer sei einem ständigen Auf und Ab ausgesetzt, erklärte der Bürgermeister. Um dem Leerstand im Gewerbegebiet Herr zu werden, bemühe man sich um den Ausbau der Infrastruktur und umweltfreundliche Gebäude. „Trotz dem Rückgang stagnieren wir auf einem relativ hohen Niveau“, sagte Sedlmair, der das Thema aber auch weiterhin „sehr ernst nehme“. 

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