Für jahrelange Verdienste geehrt

(hb)

- Auf dem Neujahrsempfang der Stadt Unterschleißheim im großen Festsaal durfte sich der Gastgeber, Bürgermeister Rolf Zeitler, selbst über die größte Ehre freuen. Für seine jahrelangen Verdienste bekam er vom zweiten Bürgermeister Theodor Pregler den Ehrenring der Stadt überreicht: „Rolf Zeitler hat sich zwei Jahrzehnte mit Leidenschaft, Augenmaß und dem Gespür für die Realität für Unterschleißheim eingesetzt und in dieser Zeit vieles erreicht.“ Auch der Aufwand sei immens gewesen, Pregler nahm als Beispiel, dass Zeitler in diesem Zeitraum alleine auf 650 bis 700 Weihnachtsfeiern von Vereinen oder Einrichtungen anwesend war. Ein Dank galt dabei dessen Frau Monika, die in den vergangenen Jahren häufig auf ihren Mann verzichten musste. Ein wenig Überredungskunst in Richtung des Bürgermeisters bedurfte es zuvor, Zeitler ist kein besonderer Freund von Ehrungen, wenn es um ihn selbst geht. Deshalb betonte dieser auch: Ohne die Hilfe anderer wäre vieles nicht möglich gewesen.“ In seiner Rede vor dem Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Kirche, Vereinen und sozialen Einrichtungen bilanzierte Zeitler trotz der Wirtschaftskrise positiv über das Jahr 2009: „Es war ein außergewöhnliches Jahr, in dem wegen der Finanzkrise Horrorszenarien die Runde machten.“ Es sei aber bemerkenswert gewesen, dass die Menschen das Ganze kritisch und gefasst beurteilten. „Gelassenheit, Optimismus und Mut sind gute Ratgeber während einer Krise“, so Zeitler. In Unterschleißheim tickten die Uhren sowieso ganz anders. Entgegen dem Trend gab es eine Rekordsumme bei der Gewerbesteuer und deshalb konnte vieles auf den Weg gebracht werden, sowohl für Kinder und Familien, als auch für die Senioren. Ein „unschätzbarer Gewinn“ für Unterschleißheim sei dabei der bewilligte Bau der neuen FOS. Die Stadt müsse außerdem auch in Zukunft keinen Rotstift bei den freiwilligen Leistungen ansetzen, versicherte der Bürgermeister. Grund zur Vorsicht sei aber trotzdem angebracht. Die Politiker in Unterschleißheim stünden stets vor großen Herausforderungen, so Zeitler: „Wir müssen uns fragen, was die Bürger vom Ort erwarten.“ Denn trotz der guten Bilanzen sei 2010 gewiss nicht alles realisierbar.“ Entscheidungen müssten vorausschauend getroffen werden, mahnte der Bürgermeister: „Der Nutzwert zeigt sich nicht immer gleich. Die Früchte werden schließlich nicht bei der Aussaat, sondern später geerntet.“ Eines ist aber sicher: Feierlichkeiten gibt es in Unterschleißheim in den kommenden zwölf Monaten zur Genüge. Erstens feiert die Kommune ihr 1225-jähriges Bestehen, außerdem jährt sich die Erhebung zur Stadt zum zehnten Mal. Freude hier, Leid in Haiti, diese große Katastrophe nahm Zeitler zum Anlass, alle zur Solidarität zu animieren und zu spenden: „Ich hoffe, dass dort schnell geholfen wird.“ Bevor im Anschluss der gemütliche Teil des Neujahrsempfangs startete, durften sich noch zwei junge Leute dem Publikum präsentieren. Das Unterschleißheimer Prinzenpaar Nicole I. und Robert I. zeigten erstmals ihren Prinzenwalzer und sprachen allen eine herzliche Einladung für den Ball der Vereine am kommenden Samstag aus.

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