Ein Kraftakt für die Feuerwehr

Echi

ng (mm) · Weil das Feuerwehrhaus ausgebaut werden muss nimmt Eching 2010 erstmals seit Jahren wieder einen Kredit auf. Die Gemeinde hat aktuell bereits die knapp sieben Millionen Euro teure Sanierung der Volksschule zu schultern. Beim zusätzlichen Großprojekt für die Feuerwehr sollen deshalb die Banken helfen. Die dritte, seit Jahren debattierte Baustelle, der Umbau des Rathauses, wird nicht auch noch parallel angefangen und ist auf zunächst unbestimmte Zeit verschoben. Um 3,3 Millionen Euro sollen 2010 die Schulden erhöht werden, 2012 laut der mittelfristigen Planung dann um weitere 1,3 Millionen Euro. Zum Jahresende 2008 lag der Schuldenstand der Gemeinde bei knapp 14,5 Millionen Euro. Parallel dazu senkt die Gemeinde ihre Gewerbesteuer als „Signal für die Unterstützung der örtlichen Wirtschaft“, wie es im Bericht der Gemeindekämmerei heißt. Der Hebesatz von derzeit 360 Prozent wird in den folgenden drei Jahren jährlich um fünf Prozentpunkte gesenkt bis 345 Prozent im Jahr 2012. Alle diese Planungen, wie schlußendlich auch der gesamte Etatansatz, wurden im Hauptausschuss des Gemeinderates einvernehmlich getragen und einstimmig zur Verabschiedung empfohlen. Der Etat umfasst 28,1 Millionen Euro im Verwaltungs- und 10,5 Millionen Euro im Vermögensbereich, gegenüber 28,6 Millionen und 9,7 Millionen Euro im Vorjahr. Gespeist wird er hauptsächlich aus der Gewerbesteuer, die mit 8,4 Millionen Euro erwartet wird, und der Einkommenssteuerbeteiligung, bei der Eching mit 8,3 Millionen Euro rechnet. Nach einem außergewöhnlich ertragreichen Jahr 2008 muss Eching bei der um zwei Jahre versetzten Umlageberechnung 2010 einen Rekordbetrag an den Landkreis abführen; selbst bei der Einberechnung einer geringen Hebesatzreduzierung auf unter 47 Prozent bei der Kreisumlage müßte Eching 8,1 Millionen Euro ans Landratsamt überweisen. Von den Einnahmen 2008 hatte die Gemeinde damals bereits eine Sonderrücklage auf die hohe Kante gelegt, um diesen Brocken nun im kommenden Jahr stemmen zu können. Gleichwohl wird die Gemeinde nach den Planzahlen den vorgeschriebenen Überschuss im Verwaltungsbereich nicht erwirtschaften, der als Übertrag in den Investitionsbereich ausgewiesen werden müßte. Bürgermeister Josef Riemensberger hat bereits appelliert, in diese Abweichung „nicht zu viel reinzuinterpretieren“, hier könne sich in der tatsächlichen Etatabwicklung noch viel verändern. Größte Ausgabeposten sind die heuer begonnene Sanierung der Schule an der Danziger Straße mit einem Gesamtvolumen von 7,9 Millionen Euro, von denen 2010 4,4 Millionen zu Buche schlagen, sowie die Erweiterung des Feuerwehrhauses, das insgesamt mit 3,5 Millionen Euro taxiert ist, davon eine Million Euro 2010. Außerdem erhält die Feuerwehr ein neues Fahrzeug für 330000 Euro, das zur Hälfte 2010 finanziert wird. Für die nächsten Baugebiete in Dietersheim und eine eventuelle Ortskernentwicklung in Günzenhausen sind in den kommenden Jahren siebenstellige Mittel für Grunderwerb vorgesehen, die sich freilich bei der Abwicklung der Projekte dann refinanzieren werden. In den Umbau der Gemeindebücherei steckt die Gemeinde 184000 Euro, in Reparatur- und Modernisierungsmaßnahmen im Bürgerhaus insgesamt 365000 Euro 2010 und weitere 230000 Euro im kommenden Jahr.

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