Ausstellung im Kallmann-Museum Ismaning

Künstlerische Fragen an den Kapitalismus

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Julian Röder hat die weltgrößte Waffenmesse in Abu Dhabi besucht und eine eindrucksvolle Serie von Fotografien geschaffen, auf denen dieser im Verborgenen abspielende Markt gezeigt wird. Dabei werden die tödlichen Werkzeuge wie andere Konsumartikel auch mit ihren Vorteilen präsentiert und auf verstörende Weise ästhetisiert, damit sie sich möglichst gut verkaufen.

Luxusgüter, Kunstwerke und sogar Waffen- einen Markt dafür gab es schon immer. Doch wie hat sich das handeln auf ihm über die Jahre verändert? Diesen Fragen stellt sich die Ausstellung „Ausweitung der Marktzone“ des Kallmann Museums Ismaning. 

Im Vordergrund steht dabei die Dynamik des Kapitalismus und welche Auswirkungen das für die Umwelt hat. Märkte in ihren unterschiedlichen Ausprägungen sind seit Jahrtausenden wesentlicher Bestandteil unseres Zusammenlebens. Auf traditionellen Märkten wurden Waren des täglichen Bedarfs gehandelt, aber auch Luxusgüter und Kunstwerke wurden schon früh über die Grenzen von Herrschaftsgebieten und Kontinenten hinweg ausgetauscht.

So hat sich im Laufe der Geschichte für alles, was gehandelt werden kann, der entsprechende Markt gebildet.

Wie hat sich der Handel verändert?

Die Ausstellung  im Kallmann Museum „Ausweitung der Marktzone“ stellt künstlerische Positionen vor, die die Mechanismen und Auswirkungen des Marktes aus verschiedenen Perspektiven beleuchten.

Die gezeigten Arbeiten thematisieren etwa grundlegende Dynamiken des Kapitalismus und untersuchen die damit verbundenen Herrschaftsprinzipien auf grafische Weise. Sie fragen, wie durch menschliche Arbeit Werte entstehen und zeigen aktuelle Ausprägungen von internationalen Märkten, auf denen tödliche Waffen wie andere Konsumartikel angepriesen und gehandelt werden.

Die in der Ausstellung gezeigten Werke beschäftigen sich aber auch mit dem Kunstmarkt, den Finanzmärkten, dem Immobilienmarkt sowie dem globalen Rohstoffhandel.

Dabei spielen die Anfälligkeit und Erschütterung von Märkten eine Rolle sowie die Folgen unseres Wirtschaftens für Menschen in anderen Regionen der Welt und nicht zuletzt für die Natur.

Die Ausstellung „Ausweitung der Marktzone. Künstlerische Fragen an den heutigen Kapitalismus“ läuft noch bis zum 11. Oktober im Kallmann-Museum Ismaning.

Quelle: freising-online

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