Wann übernehmen die Maschinen?

Vortag über künstliche Intelligenz in der Seidlmühle

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Der Wirtschaftsphilosoph Prof. Klaus Mainzer referiert über künstliche Intelligenz. 

Der Wissenschaftsphilosoph Klaus Mainzer hält künstliche Intelligenz (KI) für eine Schlüsseltechnologie. Gerade deshalb warnt er davor, allzu leichtfertig damit umzugehen. Mainzer sieht ansonsten die individuelle Freiheit in Gefahr. Wie es mit KI weitergeht und wie man sich gegen Missbrauch von Daten schützen kann, ist Thema eines Vortrags in der Seidlmühle.

Jeder kennt sie. Smartphones, die mit uns sprechen, Armbanduhren, die unsere Gesundheitsdaten aufzeichnen, Arbeitsabläufe, die sich automatisch organisieren, Autos, Flugzeuge und Drohnen, die sich selber steuern, Verkehrs- und Energiesysteme mit autonomer Logistik oder Roboter, die ferne Planeten erkunden, sind technische Beispiele einer vernetzten Welt intelligenter Systeme. Wie damit klar kommen?, wie sich zurechtfinden, im Dschungel von IT und Big Data. Fragen auf die Wirtschaftsphilosph Prof. Klaus Mainzer Antworten weiß. Antworten, die er während und nach seinem Vortrag „Künstliche Intelligenz - Wann übernehmen die Maschinen?“ gibt. Machine Learning verändert unsere Zivilisation dramatisch. Maschinelles Lernen, was ist das? 

Laut Wikipedia handelt es sich um einen „Oberbegriff für die künstliche Generierung von Wissen aus Erfahrung: Ein künstliches System lernt aus Beispielen und kann diese nach Beendigung der Lernphase verallgemeinern. Dazu bauen Algorithmen beim maschinellen Lernen ein statistisches Modell auf, das auf Trainingsdaten beruht“. Tatsache ist, dass wir uns Wir immer mehr auf effiziente Algorithmen verlassen, weil die Komplexität unserer zivilisatorischen Infrastruktur sonst nicht zu bewältigen ist. Aber wie sicher sind KI-Algorithmen? Komplexe neuronale Netze werden mit riesigen Datenmengen (Big Data) gefüttert und trainiert. Die Anzahl der dazu notwendigen Parameter explodiert exponentiell. Niemand weiß genau, was sich in diesen „Black Boxes“ im Einzelnen abspielt. Seit ihrer Entstehung ist die KI-Forschung mit großen Visionen über die Zukunft der Menschheit verbunden.

Sie ist bereits eine Schlüsseltechnologie, die den globalen Wettstreit der Gesellschaftssysteme entscheiden wird. Wie sollen wir unsere individuellen Freiheitsrechte in der KI-Welt sichern? Professor Klaus Mainzer plädiert im Grunde für Technikgestaltung: „Künstliche Intelligenz muss sich als Dienstleistung in der Gesellschaft bewähren. Prof. Mainzer arbeitet als Wissenschaftsphilosoph über Grundlagen und Zukunftsperspektiven von Wissenschaft und Technik. Zu erfahren und zu hinterfragen am Donnerstag, 16. Januar um 19.30 Uhr in der Blackbox des Kultur- und Bildungszentrums Seidl-Mühle Mühlenstr. 15. Bei der Veranstaltung handelt es sich übrigens um eine Kooperation der vhs im Norden des Landkreises München e. V. und der Gemeindebibliothek Ismaning.

Quelle: freising-online

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