Jahresprogramm der Museen und des Pavillons

Kultur pur im Ismaninger Schlosspark

Eine Fähre auf der Isar, abgelichtet im Jahre 1935. Zu sehen ist das Foto in der Ausstellung „Alles im Fluss. Ismaning und die Isar“, veranstaltet vom Schlossmuseum. Foto: Sammlung Schlossmuseum

„Kultur im Ismaninger Schlosspark“ - Unter diesem Motto bieten die beiden Museen und die Kunstgalerie, die im Schlosspark von Ismaning gelegen sind, schon seit vielen Jahren ein abwechslungsreiches Ausstellungsprogramm an. Auch für 2015 ist wieder vieles geplant, Einzelheiten hierzu waren in einem Pressegespräch im Kallmann-Museum zu erfahren.

„Kultur im Ismaninger Schlosspark“ - Unter diesem Motto bieten die beiden Museen und die Kunstgalerie, die im Schlosspark von Ismaning gelegen sind, schon seit vielen Jahren ein abwechslungsreiches Ausstellungsprogramm an. Auch für 2015 ist wieder vieles geplant, Einzelheiten hierzu waren in einem Pressegespräch im Kallmann-Museum zu erfahren. Das Kallmann-Museum selbst präsentiert, wie der Leiter Rasmus Kleine wissen ließ, vier Ausstellungen zur modernen und zeitgenössischen Kunst. Von März bis Mai sind die Werke des Fotografen und Videokünstlers Hiroyuki Masuyama zu sehen, der unter dem Titel „Raum Zeit Reise“ teils ungewöhnliche Perspektiven und Eindrücke vermittelt. So hat er beispielsweise den Sternenhimmel der südlichen und nördlichen Hemisphäre in Form einer großen betretbaren Kugel nachgebildet. Die Auseinandersetzung von zeitgenössischen Künstlern mit dem Element Wasser zeigt dann von Mai bis August die Ausstellung „Waterbound - Vom Leben mit dem Wasser“. Zu sehen sind Gemälde, Fotografien oder auch Skulpturen, die sich allesamt mit der Frage beschäftigen, wie der Mensch mit dem kostbaren Nass umgeht. „Die letzten Häuser - Randzonen des Städtischen in der Kunst des 20. Jahrhunderts“ heißt eine Ausstellung, die von September bis November besucht werden kann. Sie illustriert nicht die schillernden Seiten des Großstadtlebens, sondern den Stadtrand - von den 20er Jahren bis heute. Den Abschluss bilden am Jahresende dann Porträts von Hans Jürgen Kallmann. Sie zeigen Menschen, die für die Geschichte der Bundesrepublik prägend waren. Neben den Ausstellungen gibt es ein Jazz-Programm, das laut Kleine „heuer noch umfangreicher ist als sonst“. Die Jazz-Reihe feiert in diesem Jahr nämlich ihr 20-jähriges Jubiläum. Zahlreiche, teils junge Spitzenmusiker aus dem In- und Ausland werden erwartet, die in insgesamt neun Konzerten für außergewöhnliche musikalische Höhepunkte sorgen. „Das wird sicher ein großartiges Jazz-Jahr“, ist der Leiter der Einrichtung überzeugt. Das Programm des Schlossmuseums Ismaning stellte sodann die Leiterin Dr. Christine Heinz vor. Es umfasst vier Ausstellungen, die flankiert werden von thematisch passenden Veranstaltungen, Führungen in den Schloss-Sälen und im Sägewerk der Seidl-Mühle, ein Erzählcafé, einen Ortsrundgang und eine Reise an den Bodensee. Bis Anfang Mai zeigt die Ausstellung „Welt im Kleinen“ zwei Dioramen von Friedrich Braun, dem Erbauer des Bahnhofsmodells, die er dem Schlossmuseum vor kurzem geschenkt hat. Dazu wird Spielzeug von den 20er Jahren bis zum Beginn der 60er Jahre aus einer privaten Sammlung präsentiert. Zum Ismaning-Tag 2015 wird in der Dauerausstellung der Bereich zur „Politischen Gemeinde“ neu gestaltet. Am 22. Februar gibt es dazu Führungen. Mit der Ausstellung „Alles im Fluss. Ismaning und die Isar“, zu sehen ab Mitte Mai, beteiligt sich das Museum an dem Projekt „Wasser“ der Landpartie-Museen rund um München. Im Mittelpunkt steht das Leben an und mit der Isar und ihren Zuflüssen - in der Vergangenheit, heute und im Ausblick auf die geplante Renaturierung. Außerdem übernimmt das Museum wieder eine Ausstellung im Schlosspavillon, und zwar die Werkschau des Ismaninger Fotografen Robert Krappel. Begleitend dazu erscheint der Kalender „Ismaninger Motive 2016“ mit Fotos des Hobbyfotografen. Im Herbst geht es um ein Thema, welches die Einrichtung auch in den nächsten zwei Jahren beschäftigen wird: um die Familie Beauharnais / von Leuchtenberg. Los geht es 2015 mit den Schlössern, die vor ihrer Zeit in München und Ismaning im Besitz der Familie waren. „Vor kurzem hat sich hierzu schon ein Arbeitskreis der Leuchtenberg-Forscher gegründet“, ließ Heinz wissen. Auch die Galerie im Schlosspavillon hat 2015 so einiges vor. „Wir wollen Künstler aus der Region unterstützen“, erklärte die Leiterin Gisela Hesse. Die Exponate sind nicht nur zum Anschauen da, sondern können auch gekauft werden. Das Besondere ist, dass die Künstler den Verkauf provisionsfrei in Eigenregie durchführen - eine willkommene Verdienstmöglichkeit gerade für unbekanntere, lokale Leute, die, wie Hesse sagte, finanziell oft nicht so gut aufgestellt seien. Von Februar bis März sind die Werke von Alicja Podgórska Birkner zu sehen, die einer in Ismaning lebenden Künstlerfamilie angehört. Mit ihren Skulpturen und ihrem Tafelgeschirr aus Porzellan ist sie schon seit vielen Jahren auf zahlreichen nationalen und internationalen Messen vertreten. „Air“ heißt die Fotografie-Ausstellung von Vera Botterbusch, die von April bis Mai bewundert werden kann. Eine „vielseitige Künstlerin“, wie Hesse sagte, deren Thema die Natur ist - allerdings nicht nur die Luft, wie man vermuten könnte, sondern alle Elemente. Von Juni bis Juli gibt es im Pavillon alte Handwerkskunst aus dem Blanc Kunstverlag zu sehen - Kupferdrucke, Radierungen, Heliogravuren und Siebdrucke, angefertigt von traditionellen Druckmaschinen. Die Werke von Hans Lankes sind im Juli und August ausgestellt. Der Künstler schneidet seine Motive mit dem Skalpell aus dicken schwarzen Papieren, das Ergebnis sind Messerschnitte in zum Teil gewaltigen Dimensionen. Arbeiten „zwischen Figürlichkeit und Abstraktion“ - so der Wortlaut von Hesse - zeigt dann Patricia Petapermal, wenn sie im Oktober und November ihre Collagen, Installationen, Quilts und Objekte ausstellt. Seinen Abschluss findet das Jahr mit einer typischen Weihnachtsausstellung - mit Goldschmiedearbeiten und Schmuck von Karen Philipp. Auf ein besonderes Highlight im Sommer machte schließlich noch Christa Scharl von der Gemeindeverwaltung aufmerksam: Vom 17. bis 19. Juli findet im Schlosspark ein Kulturwochenende mit einem bunten Programm statt. Die Museen haben geöffnet, es wird Konzerte geben und vielleicht sogar ein Open-Air-Kino. „Aber das ist noch wenig konkret“, erklärte Scharl.

Quelle: freising-online

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