Kunst verbindet- und stabilisiert die Psyche

Kunstausstellung in Gut Mittenheim: Der katholische Männerfürsorgeverein kümmert sich um die psychische Gesundheit

Personen bei der Ausstellung von Gut Mittenheim
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Musiker, Pfarrer, Künstler, Politik und Organisatoren der Ausstellung „Kunst verbindet“: Ganz links Oberschleißheims Bürgermeister Markus Böck, daneben Pfarrer Ulrich Kampe, 4.v.r. Schirmherrin und stellv. Landrätin Anette Ganssmüller-Maluche.

Malen als Therapie für die psychische Gesundheit: Diese Philosophie verfolgt der katholische Männerfürsorgeverein. Die Resultate zeigt derzeit eine Ausstellung.

Der katholische Männerfürsorgeverein unterhält im Oberschleißheimer Ortsteil Mittenheim zwei Einrichtungen: das Haus St. Benno und das Hans Scherer Haus. Ein therapeutischer Ansatz für die Bewohner ist das Malen. Drei Künstler stellen bis Mitte Oktober in der Kirche St. Wilhem aus.

Nach dem Gottesdienst von Pfarrer Ulrich Kampe eröffnete Kunsttherapeutin Petra Merkle im Beisein von Oberschleißheims Bürgermeister Markus Böck sowie der Schirmherrin und stellvertretenden Landrätin Annette Ganssmüller-Maluche die Ausstellung. Merkle nähert sich in den Männerwohnheimen Mittenheim den Bewohnern von der künstlerischen Seite. „Jeder Künstler, egal ob Hobby-Maler oder Profi, will seine Werke gerne anderen Menschen zeigen. Wir sind daher sehr dankbar, dass uns der Pfarrverband Oberschleißheim diese Möglichkeit bietet“, sagte Merkle. Gerade für Menschen mit seelischer Behinderung, wie es die allermeisten im Gut Mittenheim sind, sei das kreative Arbeiten Ausdruck einer guten Konzentration und Wahrnehmung.

„So dient das Malen der psychischen Stabilisierung und Verarbeitung von Persönlichem – oder es ist einfach nur der Spaß an den Farben“, so Merkle. Gemeinsam mit der Künstlerin Theresia Maier organisierte sie die Ausstellung in der Kirche, die noch bis Mitte Oktober zu sehen sein wird. „Kunst verbindet alle Menschen. Hier sind sehr unterschiedliche Werke von drei ganz verschiedenen Künstlern zu sehen, die frei experimentieren konnten mit allen möglichen Materialien, der Auswahl ihrer Objekte und Malstile“, sagte Maier. Kunst sei für sie das Zusammenfließen von Körper und Geist im alltäglichen Leben.

Für Hans-Peter Wanner ist die Natur sein Motiv und dabei immer viel Wasser und kräftige Farben.

Dieter Hampl, Andreas Filip und Hans-Peter Wanner zeigen in der Kirche einen Teil ihrer Bilder, die vor allem durch ihre enorme Farbenfreude bestechen. Filip und Hampl arbeiten beide vornehmlich in Acryl, ihre Motive sind eher abstrakt. Wanner hingegen malt mit Öl, bei seinen Bildern steht die Natur im Mittelpunkt und immer wieder: Wasser. „Ich habe die Fernseh-Sendungen mit Bob Ross geliebt, durch ihn bin ich zum Malen gekommen. Begonnen mit Malen nach Zahlen, dann aber rasch aus der eigenen Fantasie Flüsse, Seen, Bäche und eben die Natur darum“, erläutert Wanner. Gemeinsam mit den Werken von Theresa Maier, die vor allem christliche Motive in Aquarell, Öl und Acryl darstellt, bietet die Ausstellung in der Kirche St. Wilhelm einen interessanten Besuchsort für jeden Kunstliebhaber.

bro

Auch interessant: Das kulturelle Leben startet wieder im Münchner Norden. Die „Ersatzwies‘n“ alias der Unterschleißheimer Herbst findet derzeit auf der Wiese im Valentinspark statt.

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