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Eching: Mehr Festivalgäste fordern ihren Tribut - Immense Arbeit für das BRK Freising

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Von: Lena Hepting

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Ehrenamtliche Sanitäter behandeln zusammen mit dem Notarzt einen Patienten im Behandlungszelt.
Ehrenamtliche Sanitäter behandeln zusammen mit dem Notarzt einen Patienten im Behandlungszelt. © Baier

Nach den vielen Sommereinsätzen und dem Großaufgebot auf der „Brass-Wiesn“ zieht das BRK-Freising Bilanz. Die hohe Anzahl der Gäste hatte einen Tribut gefordert

Nicht lang ist es her da sicherten die Rot-Kreuz Bereitschaften und Wasserwachten mit einem Großaufgebot die „Brass-Wiesn“ in Eching ab. Die 156 ehrenamtlichen und Helfer kamen aus ganz Bayern, um die Bereitschaft und Wasserwacht Eching bei der Absicherung dieses Sanitätswachdienstes zu unterstützen.

Mehr Einsätze für das BRK Freising: Über 30 Sanitäter waren teilweise gleichzeitig im Einsatz

Zu den Stoßzeiten waren über 30 ehrenamtliche Sanitäter gleichzeitig im Einsatz, um im Behandlungszelt, auf den Rettungswägen und auf Fußstreife für Sicherheit zu sorgen. Die Wasserwacht sicherte den Echinger See mit verstärktem Personal über die komplette Festivaldauer ab. Zusätzlich war die Schnell-Einsatz-Gruppe Wasserrettung auf Bereitschaft ständig zur Unterstützung verfügbar. An der Rettungswache Eching waren außerdem eine große Anzahl an Ehrenamtlichen bei der Essensversorgung, der Dienstplanung oder dem technischen Betrieb im Einsatz.

Die Rotkreuzler hatten insgesamt über 450 Versorgungen in vier Tagen - vom kleinen Blasenpflaster bis hin zum Notarzteinsatz war hier alles dabei. 17 Patienten mussten zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus durch den öffentlich-rechtlichen Rettungsdienst transportiert werden. Im Vergleich zu 2019 sind das fast 200 Versorgungen mehr. Dies lässt sich einerseits auf die gestiegene Besucheranzahl zurückführen als auch auf die hohen Temperaturen, die viele Einsätze verursachte. Bei der Großzahl der Versorgungen handelte es sich um Bagatellversorgungen, also kleine Pflaster oder einen Verbandwechsel.

Mehr Einsätze für das BRK Freising: Unterstützung bei der Evakuierung

Am Freitag Abend kam es auf Grund eines Unwetters zu einer kurzzeitigen Evakuierung des Festivalgeländes. Im Rahmen der Evakuierung wurde von der Integrierten Leitstelle Erding mit dem Stichwort „Betreuungslage“ der Vollalarm für die Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG) des Landkreises Freising ausgelöst. Die per Funkmelder alarmierten Kräfte rückten von ihren Standorten in Marzling bei Freising, Moosburg und Eching zur Turnhalle in Eching aus.

Außerdem waren die Betreuungseinheiten der Johanniter Allershausen mit im Einsatz. Nach gut zwei Stunden konnte der Einsatz um 1.30 Uhr durch den Organisatorischen Einsatzleiter für die fast 50 Einsatzkräfte wieder beendet werden, da die meisten Festivalbesucherinnen und Besucher Unterschlupf in Ihren Privatfahrzeugen gefunden hatten. Zur gleichen Zeit war auch der Sanitätswachdienst voll gefordert. Auf Grund der Windstärke wurde der Behandlungsplatz am Festivalgelände kurzzeitig geräumt und an die Rettungswache Eching verlegt. Dies ist nach der Unwetterlage in Moosburg bereits der zweite Vollalarm im Landkreis auf Grund einer Wetterlage dieses Jahr.

Mehr Einsätze für das BRK Freising: Zwei tragische Unfälle bei der „Brass Wiesen“

Neben der Evakuierung kam es zu zwei tragischen Unfällen im Rahmen des Festivals. In der Donnerstagnacht gab es einen schweren Verkehrsunfall zwischen einer Person und einem Fahrzeug. Die Polizei Neufahrn bittet hier aktuell noch um Zeugen, die den Unfall beobachtet haben könnten. Im zweiten Fall, einer tödlich verunglückten Person im Echinger Weiher, waren die Einsatzkräfte ab Samstagnachmittag, sowohl zu Land, zu Luft und auch im Wasser intensiv an den Suchmaßnahmen beteiligt.

Die Einsatzleitung des BRKs und alle Helfer wünschen der Familie und Freunden viel Kraft in dieser schweren Zeit! „Unsere Ehrenamtlichen erleben bei den Einsätzen eine enorm hohe Hilfsbereitschaft bei den Festivalbesucher und kommen oft zu Einsätzen, wo bereits erstklassig Erste-Hilfe geleistet wurde, da viele Festivalbesucherinnen und -besucher in der Freiwilligen Feuerwehr oder im medizinischen Bereich arbeiten. Das freut und hilft uns enorm“, so Marcel Huber, Fachdienstleiter Sanität des Roten Kreuzes im Landkreis und Einsatzleiter des Sanitätswachdienstes an der „Brass-Wiesn“.

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