Kandidatenwahl der Grünen

Lindbüchl will richtig durchgreifen

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Sonnenblumen gab es für die frisch gewählte Bürgermeisterkandidatin Ingrid Lindbüchl. Dass sie bereit ist einen Strauß auszufechten, das machte sie in ihrer Antrittsrede deutlich. Schwer begeistert davon zeigte sich auch Grünensprecher Christoph Münster, der ihr die Blumen sichtlich angetan überreichte. 

Sie ist Gemeinderätin und Fraktionssprecherin der Grünen in Oberschleißheim. Und, sie will unbedingt Rathauschefin werden. Ingrid Lindbüchl (53) hat Amtsinhaber Christian Kuchlbauer bei ihrer Kandidatenwahl scharf angegriffen. Sie warf im vor, sich über den Tisch ziehen zu lassen bei wichtigen Verhandlungen. Das kam gut an in den eigenen Reihen. Das Votum war einstimmig.

Die designierte Grünen-Kandidatin nahm kein Blatt vor den Mund. Sie schonte weder sich noch den vermeintlichen Gegner im Lager von Bürgermeister Christoph Kuchlbauer. Vor gut zwanzig Leuten, die zu ihrer Wahlveranstaltung ins Bürgerzentrum gekommen waren, machte sie unmissverständlich deutlich, dass sie nicht nur als Bürgermeisterkandidatin ins Rennen ziehen, sondern, dass sie es am Ende auch werden möchte. „Ja, ich will!“, sagte sie während einer ebenso kämpferischen, wie emotional geführten Rede zu ihrer Kandidatur. Demnach braucht Oberschleißheim „eine starke Hand“. 

Eine, die agiert statt reagiert und die nicht zurückzieht, wenn es ernst wird, wie sie zu verstehen gab. Obwohl Lindbüchl bemüht war betont sachlich zu bleiben, konnte und wollte sie sich den einen oder anderen Seitenhieb auf Rathauschef Christoph Kuchlbauer nicht verkneifen. Sie warf dem Amtsinhaber explizit vor, die Interessen der Kommune nicht mit dem nötigen Nachdruck zu vertreten. Wörtlich sagte Lindbüchl, Kuchlbauer lasse sich bei Verhandlungen „über den Tisch ziehen“. Als Beispiele nannte sie die Ludwig Maximilans Universität oder den Innenminister nach dessen „Pfeife“ Kuchlbauer förmlich tanze. 

Aber auch in der Sache zeigte sich die Kandidatin hart. Bestes Beispiel: Die Verkehrspolitik in Oberschleißheim. Zu der sagte die Grünen-Fraktionssprecherin im Gemeinderat nur so viel: „Wer Straßen baut, wird Verkehr ernten.“ Auch dass Gewerbe nicht unbedingt Vorfahrt haben muss, war eine ihrer Thesen, die in den eigenen Reihen gut, um nicht zu sagen sehr gut ankamen. Lindbüchl sprach sich insgesamt für mehr Kreativität in der künftigen Kommunalpolitik in Oberschleißheim aus. Maßvolles Bauen, statt maßloses Wachstum, lautete eine ihrer Direktiven. Und, sie kündigte an, die erfolgreiche Politik der Grünen im Bund und im Land auf Oberschleißheim zu übertragen. Wenn sie Bürgermeisterin wird. Zweifel daran hatte sie nicht.

Quelle: freising-online

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