Unterschleißheimer Museumsgründer 

Platz geschaffen für zwei Mammutzähne

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Wolfgang Christoph (mitte): Gründer des Stadtmuseums.

Er gilt als Vater des Stadtmuseums Unterschleißheim. Wolfgang Christoph (87) ist dem Heimatmuseum, das gerade umgebaut wird, nach wie vor verbunden. Der Ex-Stadtrat und ehemalige Kulturreferent hält Vorträge und unterstützt den Leiter, Dr. Stefan Bachter, bisweilen nach Kräften, wie sich bei der Schließung der Einrichtung gezeigt hat. Legendär sind Anekdoten, wonach das Stadtmusem dereinst gerade so groß war, dass zwei Mammutzähne Platz hatten.

Das Stadtmuseum erlebt gerade größere Umbaumaßnahmen. Der richtige Zeitpunkt, um ein besonderes Dankeschön an den Mann zu sagen, der zurecht als geistiger Vater und Förderer des Stadtmuseums gilt. Die Rede ist von Wolfgang Christoph (87), der das ehemalige Heimatmuseum mit begründet und aus der Taufe gehoben hat. Christoph war es, der den Anfang machte und mit einigen Exponaten beim heutigen Altbürgermeister Rolf Zeitler anklopfte, und um eine Örtlichkeit bat, „grad so groß, dass zwei Mammutzähne darin Platz haben“, wie es hieß. Diesen Wunsch kam der damalige Rathauschef bekanntlich gerne nach. 

Die ehemalige Hausmeisterwohnung und die frühere Alten-Tagesstätte wurden zum neuen Gemeinde-Museum, das freilich zunächst einmal die Charakteristik einer ortsgeschichtlichen Sammlung hatte. Mit viel Betriebsamkeit und unermüdlichem Fleiß trug Wolfgang Christoph danach ein Stück ums andere zusammen. Die Sammlung wuchs so stetig an. Darunter auch ein historisches Kleinod und sein absolutes Lieblingsstück, ein seltenes Schwert aus der Merowinger Zeit. Hilfreich dabei war natürlich, dass er durch seine Tätigkeit als Gemeinderat und späterer Stadtrat sowie als Kulturreferent direkt auf die Art und Weise, wie die Unterstützung durch den Stadtrat stattfindet, Einfluss nehmen konnte. Nach vielen Jahren des Aufbaus und der Etablierung gab Wolfgang Christoph die Leitung des Museums ab. Er ist aber noch bis heute als Vortragender und Berater mit von der Partie, so wie zuletzt bei der Veranstaltung vor der Schließung des Museums an Pfingsten, bei der er mit seinen berühmten Anekdoten in Co-Moderation mit dem heutigen Leiter, Dr. Stefan Bachter, die Zuhörerschaft mit einem Redebeitrag in gewohnter Manier launig aber pointiert fesselte.

Quelle: freising-online

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