Stadtentwicklung Unterschleissheim

Neue Mitte ist in aller Munde

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Das Thema bewegt. Die Info-Veranstaltungen zur Gestaltung der „Neuen Stadtmitte“ fanden großen Anklang innerhalb der Bevölkerung. 

Die erste öffentliche Beteiligung der Unterschleißheimer am Zukunftsprojekt „Neue Stadtmitte“ war ein großer Erfolg. Alle Veranstaltungen waren sehr gut besucht: Ob im Bürgerhaus oder am Sonntag beim Jahrmarkt. Es wurde intensiv über die verschiedenen Entwürfe diskutiert und eine lange Liste mit Ideen, Anregungen, Kritik, aber auch Positivem erstellt. Grundlage für den Ideenwettbewerb zur neuen Stadtmitte war das im Stadtrat einstimmig verabschiedete Eckpunktepapier und der mit einer Gegenstimme im Grundstücks- und Bauausschuss verabschiedete Auslobungstext. Dieser beinhaltete vor allem eine deutliche Steigerung der Wohnraumflächen von aktuell zehn auf künftig ca. 250 Wohnungen. 

Die Flächen für Einzelhandel, Gastronomie und Gewerbe sind in den neuen Planungen fast gleich geblieben. Hier war es Ziel des Stadtrates, in der Stadtmitte mit einer perfekten Infrastruktur von Geschäften, Ärzten, Rathaus, Post, Kultur, S-Bahn und Buslinien insgesamt mehr Spielraum für die Bewohner, speziell auch für ältere Menschen zu ermöglichen. Alle Vorgaben und Beschlüsse zum Ideenwettbewerb wurden nicht nur in großer Einigkeit im Stadtrat verabschiedet, sondern auch die Eigentümer waren von Anfang an mit im Boot und haben dem Prozess und der Aufgabenstellung zugestimmt. Und jetzt haben also auch die Bürger ihre Bereitschaft gezeigt, bei dem Zukunftsprojekt tüchtig mitzumachen.

Schon zur Eröffnung der Ausstellung mit den Entwürfen zur „Neuen Stadtmitte“ waren mehr als 200 Unterschleißheimer ins Bürgerhaus gekommen. Sie konnten sich dort ein Bild von allen Plänen machen. Acht Architekturbüros hatten sich an dem städtebaulichen Ideenwettbewerb beteiligt. Drei Entwürfe kamen als erste Preise in die engere Wahl. Die stießen dann während einer Ausstellung im Bürgerhaus auf reges Interesse. Viele Besucher pickten auch gleich Ihre Meinung, Wünsche und Anregungen an die dafür bereitgestellten Pinnwände. Oder, sie nutzten das eigens eingerichtete Bürgertelefon. Manche schrieben auch eine Mail, um sich an der Weiterentwicklung der Pläne zu beteiligen. Die Siegerentwürfe standen schließlich noch einmal im Mittelpunkt eines Bürgerworkshops im Großen Festsaal. An allen Ständen gab es lange und intensive Gespräche. 

Die Architekten standen Rede und Antwort. Und, sie waren beeindruckt, wie intensiv, besonnen und konstruktiv die Debatte war. Auf vielen hundert Karten haben die Unterschleißheimer die Themen notiert, die ihnen am Herzen liegen. Da ging es unter anderem um bezahlbare Wohnungen, betreutes Wohnen oder barrierefreies Bauen. Thema war auch eine Höhenbegrenzung von fünfzig Metern. Die einen betrachten solche Häuser skeptisch, andere sehen darin eine Chance, um der Wohnungsnot Herr zu werden. „Vielen Dank für die gute Beteiligung am Workshop für unsere Neue Stadtmitte“, sagte Bürgermeister Christoph Böck. „Es war ein sehr konstruktiver Abend und nicht das Ende der Bürgerbeteiligung, sondern die erste Phase.“ Gelegenheit sich schlau zu machen über die Entwicklung im Zentrum bestand auch am Jahrmarktstand. 

Auch da war der Andrang beachtlich. Die große Beteiligung hat laut Böck gezeigt, wie wichtig und richtig es ist, die Bürger frühzeitig in ein so wegweisendes Zukunftsprojekt miteinzubinden. Er appellierte desahlb auch an alle Fraktionen, sich weiter kräftig mitzumachen während dieses Prozesses. Und so geht es weiter: Als nächstes werden alle Karten erfasst und ausgewertet. Das ist dann Grundlage für einen Ideen-Katalog. Daraon orientieren sich die Architekturbüros bei der Überarbeitung ihrer Entwürfe. Das wird voraussichtlich bis zum Herbst dauern. Danach will sich der Stadtrat mit den neuen Plänen befassen. Die Ergebnisse sollen den Bürgern erneut vorgestellt werden. Unter www.stadtmitte-ush.de stehen alle Pläne und Informationen zur Verfügung. Die Ausstellung ist jetzt zu den Öffnungszeiten im Bauamt zu sehen. Auch hier sind Mitarbeiter offen für Fragen und Anregungen.

Quelle: freising-online

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