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Neujahrsempfang Oberschleißheim: Gemeinsam zu mehr Zufriedenheit

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Auf ein gutes neues Jahr 2011 stießen (v.l.n.r.) Pfarrer Ulrich Kampe, erste Bürgermeisterin Elisabeth Ziegler, Andreas Perreiter, Pfarrgemeinderat Maria Patrona Bavariae, Martina Buck, Pfarrerin der evangelisch-lutherischen Trinitatiskirche, und Peter Benthues, Pfarrgemeinderat St. Wilhelm, im gut gefüllten Pfarrheim Maria Patrona Bavariae an. Foto: Funk
Auf ein gutes neues Jahr 2011 stießen (v.l.n.r.) Pfarrer Ulrich Kampe, erste Bürgermeisterin Elisabeth Ziegler, Andreas Perreiter, Pfarrgemeinderat Maria Patrona Bavariae, Martina Buck, Pfarrerin der evangelisch-lutherischen Trinitatiskirche, und Peter Benthues, Pfarrgemeinderat St. Wilhelm, im gut gefüllten Pfarrheim Maria Patrona Bavariae an. Foto: Funk

(kf)

· Vor allem Zufriedenheit wünschte Peter Benthues, Pfarrgemeinderatsvorsitzender von St. Wilhelm, den Bürgern beim Neujahrsempfang im Pfarrheim Maria Patrona Bavariae. Denn „im Wort Zufriedenheit steckt auch das Wort Frieden und bedeutet, Frieden zu schließen mit dem, was wir in unserem Denken, dem Tun und Streben erreichen können und wollen. Wie oft herrschen Unzufriedenheit und Resignation, Enttäuschung und Verbitterung vor, obwohl dafür kein Grund vorhanden wäre.“ Zufriedenheit soll aber nicht heißen, dass man aufhören soll, nach Neuem zu streben, zu resignieren oder sich auf niedrigem Niveau der „satten genügsamkeit“ hinzugeben. „Das Leben bleibt spannend und herausfordernd, fordert Energieaufwand in allen Bereichen, realistische Zielsetzungen und Innovationen, Kreativität und Vitalität“, betonte Benthues. „Zufriedenheit stellt sich dann ein, wenn man für das dankbar ist, was man besitzt und erreicht hat, auch wenn nicht alles perfekt und im gewünschten Umfang sofort erreicht wird. Und jeder von uns besitzt sehr viel, für das er dankbar sein könnte.“ Gerade in Oberschleißheim, wo sich Hunderte von Ehrenamtlichen in Kirchen, Vereinen und auch in den Nachbarschaften ohne Eigennutz füreinander einsetzen. Als Beispiel nannte er etwa den Oberschleißheimer Tisch, bei dem seit einem Jahr über 40 ehrenamtliche Helfer notleidende Familien unterstützen. „Freiwilliges Engagement gibt unserer Gemeinde ein mitmenschliches Gesicht und stiftet Zusammenhalt“, ergänzte Bürgermeisterin Elisabeth Ziegler. Denn gerade die Kommune als kleinste politische Einheit stelle die Basis der Demokratie dar. „Wie Kommunen entscheiden, das prägt das Leben vieler Menschen“, sagte Ziegler. „Die Beschlüsse der Kommunen haben für die Menschen elementare Bedeutung; sie betreffen ihren Alltag ganz unmittelbar.“ In den Kommunen werde viel bewegt – sei es eine neue Mensa für die Schule oder die Erhaltung der Ortsstraßen –  und mehr Lebensqualität, gleiche Chancen für alle, ein Ausgleich der Interessen entstünden nicht von selbst – und das obwohl trotz überwundener Krise die Kommunen nach wie vor unterfinanziert sind. „Doch gemeinsam sind wir bereits ein Stück gegangen, gemeinsam werden wir auch künftig weiterkommen in der Stärkung unserer Gemeinde. Viele soziale Aufgaben können allein von der öffentlichen Hand nicht geleistet werden. Dehalb ist es gut, dass sich hier in Oberschleißheim immer wieder Menschen finden, die sich für ihre Mitmenschen einsetzen.“ Auch, wenn sie vielleicht nicht mittelbar davon profitieren. Dies illustrierte Pfarrer Ulrich Kampe anhand eines Blumentopfes, der scheinbar nur mit schwarzer Erde gefüllt war – und für die Vereine, die Politik und die vielen uneigennützigen Helfer in der Gemeinde stand, die mit ihrem Wirken säen. Und das bei genügend Pflege, Geduld und Engagement reichlich Früchte trage – wenn nicht vielleicht für die heutige Generation, dann aber für die nächste, Gerade hinsichtlich des Projekts „Soziale Stadt“ wünschte er sich diese Ausdauer und Geduld, damit die Saat aufgehe und die Menschen zufriedener in der Gemeinschaft Oberschleißheim leben.

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