Neujahrsempfang der Stadt

Gemeinsam statt allein zum Ziel

Landrat Christoph Göbel sprach beim Neujahresempfang ein kleines Grußwort.

Große Pläne hat die Stadt Unterschleißheim im kommenden Jahr. Welche das genau sind, verriet Erster Bürgermeister Christoph Böck  vor kurzem im Rahmen des Neujahrsempfangs. Thematisch lassen sich die Vorhaben in die Bereiche Wirtschaft, Bildung, Umwelt- und Klimaschutz sowie Heimatpflege unterteilen.

„Es geht abwärts!“ Mit dieser (Hiobs-)Botschaft begrüßte Bürgermeister Christoph Böck die Gäste beim Neujahrsempfang. Und dann ging es auch abwärts: Nämlich
mit dem Beginn an den Bauarbeiten zur Straßenunterführung. Hier ging es zunächst nach unten – unter die S-Bahn- Gleise. „In diesem Jahr kann ich Ihnen versprechen: Es geht aufwärts. Denn jetzt sind wir mit dem Unterführungsbauwerk unten durch“, versprach Christoph Böck. Doch nicht nur dieses Vorhaben wird Unterschleißheim dieses Jahr begleiten. „Wenn ich an Unterschleißheim denke, dann sehe ich im Grunde vier Kernpfeiler: Unterschleißheim als exzellenter Wirtschaftsstandort. Unterschleißheim als hervorragender Bildungsstandort. Unterschleißheim als innovative Umwelt- und Klimaschutzkommune. Und Unterschleißheim als lebens- und liebenswerte Heimat“, erklärte Böck und führte die Pläne für 2015 aus: Im Gewerbegebiet wird der Menlo-Park entstehen und auch das ehemalige Gelände der Airbus GmbH wird weiter genutzt: Als Business Campus nach Garchinger Modell. Zudem wird sich die Infrastruktur weiter bessern: Das laufende Planfeststellungsverfahren zum sechsspurigen Ausbau der A92 bietet für Unterschleißheim die Chance auf einen deutlich verbesserten Lärmschutz, aber auch auf den Ausbau des Knotenpunktes A92/B13/Landshuter Straße. Im Öffentlichen Nahverkehr kämpft die Stadt um einen Zehn-Minuten-Takt der Buslinie 219 zur U-Bahn nach Garching-Hochbrück. „Ich bin überzeugt, dass wir insbesondere in Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen diese Ziele erreichen werden“, betonte Böck. Die Gewerbesteuereinnahmen in einer Höhe von 63 Millionen Euro stellten 2014 einen neuen Rekord für die Stadt dar. „Unterschleißheim steht damit auf einer mehr als soliden finanziellen Grundlage“, freute sich der Bürgermeister. In Sachen Bildung erhielt die Stadt eine erhebliche Aufwertung mit der neuen FOS/BOS. Doch auch die weiteren Schulen dürfen darüber hinaus nicht vergessen werden. „Daher gilt es 2015 zahlreiche Bauprojekte voranzutreiben oder neu anzustoßen“, sagte Böck und zählte die schulischen Bauvorhaben 2015 auf: Neubau der Therese-Giehse-Real-Schule, Erweiterung der Mittelschule und des Gymnasiums, Sanierung und Ausbau der Michael-Ende Grundschule, die damit als erste der drei Grundschulen in Richtung Ganztagsbetreuung entwickelt wird. Insgesamt werden hier über 70 Millionen Euro investiert. In Sachen Umweltschutz geht Unterschleißheim ebenfalls vorbildliche Wege: Am 25. Februar erhält Unterschleißheim feierlich das Zertifikat zur Fair-Trade Town. Die Nutzung regenerativer Energien ist ein weiteres wichtiges Stichwort: Die GTU-AG, die 2015 ihr 15-jähriges Bestehen feiern wird, konnte im vergangenen Jahr den Versorgungsanschluss signifikant steigern. Seit Inbetriebnahme sind mittlerweile rund 25 Prozent der Unterschleißheimer Wohnungen an die Geothermie angeschlossen, daneben zahlreiche Gewerbe-, Büro- und kommunale Gebäude. Daneben versteht sich Unterschleißheim als lebens- und liebenswerte Heimat. Dazu zählte Böck die Erweiterung des Kindergartens Champini. Damit kann Unterschleißheim nun „stattliche 1760“ Kinderbetreuungsplätze bieten. Und auch die Erzieher in Unterschleißheim haben Grund zu Freude: Der Stadtrat beschloss für sie eine kommunale Arbeitsmarktzulage. Eine liebens- und lebenswerte Heimat möchte Unterschleißheim auch den zahlreichen Flüchtlingen sein, die in den vergangenen Monaten hier Zuflucht gesucht haben. „Die Menschen, die Frieden und Schutz suchen, werden ihn in unserer Mitte finden“, erklärte der Rathauschef. Landrat Christoph Göbel bestärkte ihn in seiner Rede: „Es ist unsere gemeinsame Verantwortung und humanitäre Aufgabe.“ Doch auch große Feiern stehen 2015 an: 15 Jahre Stadt Unterschleißheim sowie das 25-jährige Jubiläum mit der Partnerstadt Lucka. „Wir wollen aber nicht nur gemeinsam feiern, wir wollen auch gemeinsam gestalten: Dafür haben wir den Bürgeretat geschaffen – 100.000 Euro als finanzielle Grundlage für Vorhaben aus Ihrer Mitte“, erklärte Böck und fügte an: „Hier sind Sie gefragt: Ihre Vorschläge, Ihre Ideen und Ihre Begeisterung für Unterschleißheim. Und das, meine Damen und Herren, trifft doch nun wieder genau unser diesjähriges Motto auf den Punkt: Nicht für sich alleine kämpfen, sondern gemeinsam etwas bewegen.“

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